Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Theater Luzern: DER KIRSCHGARTEN von Anton TschechowTheater Luzern: DER KIRSCHGARTEN von Anton TschechowTheater Luzern: DER...

Theater Luzern: DER KIRSCHGARTEN von Anton Tschechow

Premiere: Sonntag, 20. September 2020, 19.00 Uhr, Box

Kaum ein Autor hat das Klima der Orientierungslosigkeit und Unfähigkeit zum Aufbruch so poetisch, feinsinnig und humorvoll gezeichnet wie Anton Tschechow. Mit ihrer dritten Inszenierung am Luzerner Theater eröffnen die Regisseure Angeliki Papoulia und Christos Passalis die Spielzeit im Schauspiel mit Tschechows letztem Stück. Wie sein Werk sind ihre Inszenierungen von Melancholie und Komik geprägt.

 

Seit drei Jahren sind sie eng mit der Luzerner Schauspielsparte verbunden. Diesmal führen sie ein mehrsprachiges Ensemble aus Reims, Florenz, New York/Zürich und Luzern zusammen, um Tschechows Theaterklassiker «Der Kirschgarten» über den Abschied
vom Gewohnten als emotionalen Akt in die «Box» des Luzerner Theater zu bringen.

In ihrer Lesart wird Tschechows tragische Komödie über den Verkauf des Kirschgartens, eines überschuldeten Familienguts, zum einfühlsamen Abgesang auf eine glorreiche Zeit. Letzter Zeuge des einst blühenden Gartens ist ein verlassener Pavillon, den Bühnenbildner Márton Ágh mitten in die «Box» baut. Wie ein verlassenes Museum präsentiert er die Geschichten und Gefühle einer Zeit, in der der Wert der Dinge nicht ausschliesslich an ihrem Profit gemessen wurde.

Der alte Diener Firs ist der einzige, der sich noch an das Gutshaus und dessen Gesellschaft erinnert – und so bleibt den Geistern der Vergangenheit nur noch, den Ort der Erinnerung heimzusuchen und neu zu beleben. Mit einem mehrsprachigen Ensemble spannen Papoulia und Passalis ihren erzählerischen Bogen für Luzern von einer mythischen Vergangenheit («Alkestis!») über die Auseinandersetzung mit einer heutigen Stadtgesellschaft («Der Besuch der alten Dame») nun in eine offene Zukunft und zeigen mit Tschechows letztem Stück eine verunsicherte internationale Gemeinschaft im Umbruch…

Mit Marion Barché (Ljubov Andreevna Ranevskaja), Dagna Litzenberger - Vinet (Anja), Wiebke Kayser (Warja), Christian Baus (Leonid Andreevič Gaev), Fritz Fenne (Ermolaj Alekseevič Lopachin), Julian-Nico Tzschentke (Pëtr Sergeevič Trofimov), Alessio Montagnani (Semën Panteleevič Epichodov), Urs Bihler (Firs)

Inszenierung: Christos Passalis,
Konzept: Angeliki Papoulia und Christos Passalis,
Bühne: Márton Ágh,
Video: Péter Fancsikai,
Dramaturgie: Nikolai Ulbricht

Spieldaten:
So 20.09. (19.00 Uhr) / Do 24.09. (20.00 Uhr) / Sa 26.09. (20.00 Uhr) / Fr 09.10. (20.00 Uhr) /
Sa 10.10. (20.00 Uhr) / Mi 14.10. (20.00 Uhr) / Sa 17.10. (20.00 Uhr) / Do 22.10. (20.00 Uhr) /
Mi 28.10. (20.00 Uhr) / Do 29.10. (20.00 Uhr) / Sa 31.10. (20.00 Uhr) / Sa 07.11. (20.00 Uhr) /
Mi 11.11. (20.00 Uhr) / So 22.11. (19.00 Uhr) / Mi 25.11. (20.00 Uhr) / Do 26.11. (20.00 Uhr)
/ Fr 27.11. (20.00 Uhr)

Maskentragpflicht:
Wir bitten die Besucherinnen und Besucher ausdrücklich vom Betreten des Luzerner Theater
bis zu den Sitzen ihre Maske zu tragen.

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 12 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑