Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Theaterfestival "Wer ist denn schon bei sich zu Hause?" in KölnTheaterfestival "Wer ist denn schon bei sich zu Hause?" in KölnTheaterfestival "Wer ist...

Theaterfestival "Wer ist denn schon bei sich zu Hause?" in Köln

vom 10.-20. August 2012. -----

In Wohnungen und Hauseingängen. Drinnen und Draußen. Auf Plätzen und Straßen. In der ganzen Stadt! Zentrum der diesjährigen Projektreihe von DRAMA KÖLN ist ein Kölner Haus. In, vor und von diesem Haus ausgehend, das sich aus verschiedenen Wohnungen, Haustüren und Vorplätzen aus den verschiedenen Vierteln von Köln zusammensetzt, finden im August verschiedene Projekte zum Thema Verschiebung statt.

Kölner Bürger öffnen ihre Wohnungen, Häuser und Eingänge für DRAMA KÖLN. Im Mittelpunkt des Sommers von DRAMA KÖLN steht ein Haus. Zusammengesetzt ist es aus unterschiedlichen Wohnungen, Hauseingängen, Plätzen und Straßen, die über ganz Köln verstreut liegen. Von diesem Haus ausgehend, fragt DRAMA KÖLN in seiner diesjährigen Sommerreihe: Wer ist denn schon bei sich zu Hause?

 

Wir treten in Häuser ein, halten uns in fremden Wohnungen auf, treffen uns vor Haustüren, auf Plätzen und an Straßenecken inmitten der Stadt. Unser Haus ist nicht fest und in sich geschlossen, sondern instabil, lückenhaft und beweglich. In unserem Haus finden Theaterprojekte, Performances, theatrale Versuchsanordnungen und verschiedene Stadtspaziergänge statt, die die gewohnte Sicht des Menschen und seine Sicht auf die Stadt verschieben.

 

Vertraute und bekannte Wahrnehmungen und scheinbar feste Identitäten werden verrückt, verstellt und versetzt, an sicher geglaubten Perspektiven und Positionen gewackelt und Widersprüche zum Thema gemacht. Unsere heutige Gesellschaft hat keine Zentralperspektive und lässt sich nicht mit einer einzigen Geschichte erzählen. Unsere Gesellschaft lässt keine Schlusspunkte zu, sondern vermehrt sich fortwährend durch viele verschiedene Geschichten, die sich miteinander verflechten und widersprechen.

 

DRAMA KÖLN erzählt mit, sucht nach dem Potential, sich selbst und die Wirklichkeit anders zu sehen, fragt aber auch nach der Qual, die Welt jenseits gesellschaftlicher Normen anders wahrnehmen zu müssen. Neun Tage lang und in sechs unterschiedlichen Projekten versuchen wir eine mögliche Vielfalt unserer Wahrnehmungen und unserer selbst gestalteten Wirklichkeit auszuloten.

 

Verschiebung von Wahrnehmung, von einer gesellschaftlich festgelegten Norm, vom Normalen. Von der etablierten Wahrnehmung verrückt, verstellt und versetzt, zeigen wir in einem Reigen unterschiedliche Perspektiven auf die Stadt. So interessiert sich DRAMA KÖLN sowohl für die kleinen Aussetzer im Alltag der Menschen als auch für die als Krankheit diagnostizierten Abweichungen. Sie interessieren sich für das Potential, das in den Abweichungen liegt, Potential, Dinge anders und neu zu sehen, aber auch für die Qual, die darin liegen kann, die Welt anders wahrnehmen zu müssen.

 

Wie in einem Puppenhaus, in dem die Frontfassade fehlt und man in jede Wohnung schauen kann, so verbergen sich bei „Wer ist denn schon bei sich zu Hause?“ hinter der Fassade Geschichten. In verschiedenen Veranstaltungen – Theater, Performances und Stadtspaziergängen – verschieben wir beständig die Wahrnehmung und zeigen ganz verschiedene Blicke auf Wirklichkeit. "Wer ist denn schon bei sich zu Hause?" spielt in Wohnungen, in Fenstern, vor der Haustür und an Plätzen um das Haus herum.

 

WUTPARTY

WUTBÜRGER

ADVENT DELUXE II

FIND THE HIDDEN TIGER

ZORN

EAST DUESSELDORF

PENSION SCHILLER II

LAUTER KÖLNER WÜNSCHE

LIEBE DRAUSSEN

PENSION SCHILLER I

NEUE HELDEN

ADVENT DELUXE I

DRAMA KÖLN 2007

Die lange Nacht der Autoren am FFT

TEMPORÄRE THEATRALE ZONE '06

OFF OF DRAMA KÖLN

FERIENLAGER '05

TEMPORÄRE THEATRALE ZONE '05

FERIENLAGER '04

KULTURSHOPPEN

 

Das ausführliche Festivalprogramm und Termine auf www.drama-koeln.de

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 17 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

MIT WILDEM FEUER - Bundesjugendorchester musiziert

Gleich zu Beginn begeisterte das Bundesjugendorchester unter der inspirierenden Leitung von Francesco Angelico mit der "Karneval"-Konzertouvertüre von Antonin Dvorak, wo Assoziationen zu Berlioz'…

Von: ALEXANDER WALTHER

DIE INQUISITION LÄSST GRÜSSEN - "Don Carlos" von Friedrich Schiller im Schauspielhaus Stuttgart

Die Inszenierung von David Bösch stellt die Personenführung psychologisch deutlich heraus. Das Bühnenbild in der Mitarbeit von Falko Herold bleibt eher blass, Leuchtstäbe erhellen das nächtliche…

Von: ALEXANDER WALTHER

STARK MYTHOLOGISCH GEDEUTET - "Rusalka" von Antonin Dvorak mit dem Theater Heidelberg im Theater Heilbronn

In der Inszenierung von Axel Vornam werden die mythologischen Aspekte dieses im Jahre 1901 in Prag uraufgeführten Werkes konsequent herausgearbeitet. Und auch im Bühnenbild von Tom Musch und den…

Von: ALEXANDER WALTHER

DIE OPER ALS TV-DRAMA

Es war eine Premiere der besonderen Art an einem historischen Ort. Zum ersten Mal gastierte das Nationaltheater Mannheim im Pfalzbau Ludwigshafen - und die Mannheimer Erstaufführung der "Hugenotten"…

Von: ALEXANDER WALTHER

MIT DEM ROSS IN DEN HIMMEL

Marco Stormans Inszenierung stellt die Unsicherheit der Figuren in den Mittelpunkt. Es ist nichts mehr so, wie es war. Die gesellschaftlichen Verabredungen scheitern. Storman arbeitet in diesem…

Von: ALEXANDER WALTHER

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑