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"Ubu" von Alfred Jarry und Simon Stephens - Schauspiel Essen

Premiere: 16. April 2010, Grillo

 

Er ist böse, feige und gemein. Und oft ist er wahnsinnig komisch. Er hört auf den Namen Vater Ubu und man könnte ihn gelassen als eine leicht monströse komische Figur zur Kenntnis nehmen – wenn er nicht, getrieben von Mutter Ubu, erst den König ermorden und dann die Herrschaft an sich reißen würde.

Sein Putsch, der wie eine kindliche Spaßrevolution mit der Aussicht auf Leberwurstbrote und eine schöne Kapuze zur Fantasieuniform beginnt, führt geradewegs in ein unberechenbares Terrorregime.

 

Als Alfred Jarry im Jahr 1896 sein Stück „König Ubu“ schrieb, dachte er an Macbeth und an seinen Lateinlehrer. Von den Schrecken des vor ihm liegenden Jahrhunderts wusste er nichts. An dessen Ende gründete die Welt den Internationalen Strafgerichtshof mit Sitz in Den Haag. Hier soll nicht nur im Namen des Volkes, sondern im Namen der Menschlichkeit über Kriegsverbrechen, Völkermord oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit gerichtet werden. Der britische Autor Simon Stephens hat diese Frage nach Gerechtigkeit ins Theater überführt: In einem zweiten Teil zu Jarrys „Ubu“-Drama macht er Vater Ubu den Prozess.

 

Sebastian Nübling inszeniert den alten und neuen Ubu mit einem deutsch-niederländischen Ensemble aus Essen und Amsterdam. Gespielt wird auf deutsch, niederländisch, englisch – und in der Sprache Ubus.

 

Koproduktion mit Toneelgroep Amsterdam

 

Inszenierung: Sebastian Nübling

Bühne: Muriel Gerstner

Kostüme: Muriel Gerstner, Sonja Fuesti

Musik: Lars Wittershagen

Dramaturgie: Thomas Laue, Corien Baart

 

Mit: Roeland Fernhout, Nicola Mastroberardino, Hardewych Minis, Frieda Pittoors, Alwin Pulinckx, Roland Riebeling, Dimitrij Schaad, Werner Strenger, Judith van der Werff, Leon Voorberg

 

Die nächsten Vorstellungen: 17., 22., 23. April, 10., 23. Mai, 12., 13., 20. Juni 2010

 

 

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