HomeBeiträge
Uraufführung: "Shirin & Leif", Hochzeitskomödie mit Musik von Akın Emanuel Șipal und Edis Arwed Șipal - Theater BremenUraufführung: "Shirin & Leif", Hochzeitskomödie mit Musik von Akın Emanuel...Uraufführung: "Shirin &...

Uraufführung: "Shirin & Leif", Hochzeitskomödie mit Musik von Akın Emanuel Șipal und Edis Arwed Șipal - Theater Bremen

Premiere am 6. Juni 2019 um 19:30 Uhr im Theater am Goetheplatz

Der schönste Tag im Leben muss keine Feier der Liebe sein, er kann eine oder einen auch vor die Aufgabe stellen, die Liebe über diesen Tag zu retten. --nShirin und Leif sind ein tolles Paar. Und auch die Hochzeit sollte toll werden. Aber Verwandtschaft kann man sich nicht aussuchen … Liebe war doch die Motivation. Eine Familie gründen. Aber wenn man sie sich so ansieht: Kann man das wirklich wollen? Dass die Katze ihre genauso treffenden wie ätzenden Kommentare dazu gibt, macht nun wirklich nichts leichter (zumindest nicht für die Betroffenen, fürs Publikum schon).

 

Shirins steinreiche, persische Familie mit raumgreifender Mutter, eifersüchtiger Schwester und altklugem Neffen trifft auf Leifs deutsche Kleinfamilie: seinen Bruder, der für die AfD im Stadtrat sitzt, seinen Vater, der das vegane Buffet beisteuert, seine Mutter, seine Tante und deren verzogenen Sohn. Bald schon ist es soweit:  Lang verschwiegene Wahrheiten kommen ans Tageslicht, alte Verletzungen brechen auf, neue werden geschaffen, die Haustiere amüsieren sich unterm Tisch und die Kinder schließen sich zu fiesen Streichen zusammen.

Akın Emanuel Șipal, Hausautor am Theater Bremen, hat mit seinem Bruder, Drehbuchautor Edis Arwed Șipal, eine skurrile Komödie mit schrägen Songs geschrieben, Akın Șipal: „Die meisten Hochzeitskomödien sind lustig, romantisch, aber auch oft brav. Es passiert selten, dass man so sehr lachen muss, dass es weh tut. Der Begriff des Auf-dem-Zahnfleisch-Gehens interessiert uns. Wir bieten Figuren, die die ganze Zeit auf dem Zahnfleisch gehen, es hört einfach nicht auf: die Witze, die Schrägheit, die Absurdität: es steigert sich … Das Stück macht Spaß; der Spaß steht aber im Zeichen der Irritation und nicht im Zeichen der Gefälligkeit.“

Michael Talke ist dem Bremer Publikum in den vergangenen Spielzeiten als Musiktheaterregisseur begegnet: „Rigoletto“, „Der Barbier von Sevilla“, „The Rake’s Progress“, „Ein Maskenball – Un ballo in maschera“. Aber auch als Schauspielregisseur ist er aktiv, inszeniert am Staatstheater Karlsruhe, Schauspielhaus Düsseldorf, Staatstheater Braunschweig und Staatsschauspiel Dresden. Dort arbeitete er mit dem Theatermusiker Johannes Mittl zusammen, der die Songs für „Shirin & Leif“ arrangiert. Mit Thomas Rupert und Nanako Oizumi für die Bühne und Emir Medić für das Kostüm, steht ihm das Team aus „Istanbul“ und „Bang Bang“ zur Seite, mit dem er zum ersten Mal zusammenarbeitet.

Regie:                                                            Michael Talke
Musikalische Leitung:                                 Johannes Mittl
Bühne:                                                          Thomas Rupert, Nanako Oizumi
Kostüme:                                                      Emir Medić               
Dramaturgie:                                               Simone Sterr             

Mit:                                                               
Alexander Angeletta, Guido Gallmann, Bastian Hagen, Lina Hoppe, Ferdinand Lehmann, Gabriele Möller-Lukasz, Deniz Orta, Mirjam Rast, Verena Reichhardt, Julian Anatol Schneider, Franziska Schubert, Alexander Swoboda, Simon Zigah

Band:                                                            Johannes Mittl, Claudius Tölke, Stefan Ulrich 

Samstag, 15. Juni 2019, 19:30 Uhr
Dienstag, 18. Juni 2019, 19:30 Uhr
Samstag, 22. Juni 2019, 19:30 Uhr
Mittwoch, 26. Juni 2019, 19:30 Uhr
Donnerstag, 04. Juli 2019, 19:30 Uhr 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 15 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Seelenlandschaften

Stockfinstere Nacht, das Meer mit hohen, sich türmenden Wellen, der Wind tost, Paare am Strand. Die „Sinfonia da Requiem“ op. 20 von Benjamin Britten setzt ein. Sie ist die musikalische Grundlage von…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Selbsterkundung

Zusammengekauert und regungslos verharren drei Frauen auf der Bühne. Drei Frauen mit runden Spiegeln, die das Gesicht verdecken, aber nichts widerspiegeln, nichts durchscheinen lassen. Sie erinnern an…

Von: Dagmar Kurtz

Geld regiert die Welt

Biblische Stoffe als Grundlage für eine Oper hatten es nicht nur um 1870 schwer, überhaupt aufgeführt zu werden, sondern scheinen auch heute das Publikum nicht allzu sehr zu reizen, wenn man die…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

 

Hintergrundbild der Seite
Top ↑