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Uraufführung: "1848 – Die Geschichte von Jette und Frieder" von Thilo Reffert im Grips Theater BerlinUraufführung: "1848 – Die Geschichte von Jette und Frieder" von Thilo Reffert...Uraufführung: "1848 –...

Uraufführung: "1848 – Die Geschichte von Jette und Frieder" von Thilo Reffert im Grips Theater Berlin

Premiere am 17. Juni 2014, 19:30 Uhr, 13+. -----

Von der Kartoffelrevolte zu den Straßenkämpfen im März 1848 - 1:0 für das Volk! Berlin 1847/48: Die Stadt platzt aus allen Nähten, maßloser Wohlstand trifft auf bittere Armut, überall herrscht Hunger. Jette ist 15 und lebt mit ihrer Schwester Guste, einer Prostituierten, und deren unehelichem Kind Fritzchen am Rande des Existenzminimums in einer „Bückeburg“.

 

Sie liebt den 17-jährigen Zimmermannsgesellen Frieder, der ihr jeden Tag drei Kartoffeln vor die Tür legt. Doch eines Morgens liegt nichts mehr vor der Tür, die Kartoffelpreise sind explodiert. Und Frieder ist im Gefängnis, er hat gegen den König demonstriert. Als er acht Monate später entlassen wird, findet er die Stadt kurz vorm Explodieren, die Menschen gehen auf die Barrikaden, die Ereignisse überschlagen sich...

 

Der Bedeutung der Märzrevolution hat der bekannte Jugendbuchautor Klaus Kordon mit seinem eindringlichen Roman „1848 – die Geschichte von Jette und Frieder“ ein Denkmal gesetzt. Mitreißend und berührend erzählt er die Geschichte von der 15-jährigen Jette und ihrem17-jährigen Freund Frieder, beginnend mit der Kartoffelrevolte 1857, endend mit der Märzrevolution rund um das Berliner Schloss 1848.

 

Seit seinem Erscheinen lag Klaus Kordons erzählerisches Meisterwerk auf dem Tisch von Stefan Fischer-Fels, bereit zur Dramatisierung. Jetzt hat sich der Hörspiel- und Theaterautor Thilo Reffert rangewagt. „Es ist die Geschichte einer Auflehnung gegen einen König. So etwas kriegt man sonst nur im Märchen. Oder in Hollywood“, erzählt er, noch immer vom Stoff fasziniert. „Aber hier ist es wirklich passiert: Junge Männer und Frauen, Lehrlinge, Studenten, Straßenjungen und Huren sind miteinander auf die Barrikaden gegangen und haben ihren König herausgefordert, denn sie hungerten - nach Meinungsfreiheit, nach Wahlen und Demokratie.“

 

Was die Aufständischen damals nicht ahnen konnten: Dass sie die Weichen stellten für unsere heutige demokratische Verfassung, die für uns so selbstverständlich ist. Die heutige Schulpflicht wurde damals erstmalig eingefordert: als Recht auf Bildung für alle! Damals ungeheuerlich! Wo wären wir wohl in 150 Jahren, wenn wir heute beginnen, ein freies Wohnrecht für alle zu fordern?

 

„1848 – Die Geschichte von Jette und Frieder“ - ein Blick zurück für eine Vision für morgen, dazu lädt dieses ansteckende und mitreißende Lebens- und Gesellschaftsgeschichte von Thilo Reffert nach Klaus Kordons Roman ein.

 

nach dem gleichnamigen Roman von Klaus Kordon

 

Regie: Frank Panhans

Bühne und Kostüme: Jan A. Schroeder

Musik: Stefan Faupel

Choreografie: Cristiana Battistella

Video: Silke Pielsticker

Dramaturgie: Kirstin Hess

Theaterpädagogik: Laura Klatt

 

Mit: Paul Jumin Hoffmann, Alessa Kordeck, Jens Mondalski, Maria Perlick, Kilian Ponert, René Schubert, Regine Seidler, Stefan Faupel

 

Mi, 18.06.2014, 18.00 Uhr

Do, 19.06.2014, 11.00 Uhr

Fr, 20.06.2014, 11.00 Uhr

Sa, 21.06.2014, 19.30 Uhr

 

Sep Fr, 19.09.2014, 19.30 Uhr

Mo, 22.09.2014, 18.00 Uhr

Di, 23.09.2014, 11.00 Uhr

 

Okt Do, 09.10.2014, 18.00 Uhr

Fr, 10.10.2014, 11.00 Uhr

Sa, 11.10.2014, 19.30 Uhr

 

 

 

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