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Uraufführung: "aufzeichnungen aus einer doppelhaushälfte" von Anna Behringer, Theater Dortmund

Premiere 24. Oktober 2009, Schauspielhaus, 19.30 Uhr

 

Das Bäumchen könnte irgendwann groß werden – und deshalb steht es schon jetzt zu nah am Zaun. „Das muss doch bei vernünftigen Leuten wie uns beiden, meine ich möglich sein, darüber nicht in Streit zu geraten.“

Schließlich gibt es Gesetze. Gesetze „um uns gegenseitig zu schützen voreinander, richtig.“

 

Soll sie sich erst waschen oder erst Frau Merkel schreiben? Von ihren Nöten, welche die Kanzlerin doch verstehen muss, „weil eine Frau isses, das steht fest oder?“.

 

Silvester, Schwesternabend, Menü und edler Tropfen. „Endlich reden wir mal miteinander.“ Aber irgendwie spricht nur eine von zwei Schwestern …

 

Ein Regisseur als legitimer Wagner-Nachfolger, ja als verbesserte Inkarnation. Und ein Journalist, der jedes seiner Worte aufleckt. „Ich möchte zeigen, dass ich Humor habe und auch sexuell sehr engagiert bin. Nur bei gebildeten Männern werden Frauen schwach.“

 

Ein Vater, der sich in den Suizid verabschiedet: „Junge, hab mehr Glück als ich. Sonst kannst genauso sein wie ich, dann wärst nicht schlecht.“

 

Und ein Kind, das eine Schnoddernase hat und eine Wildsau malt – und deshalb ins Heim kommt.

 

Anna Behringer schreibt Geschichten aus dem Leben, hart und mit viel Humor beobachtet;nie larmoyant. Ein Unterschichten-Blues, der dem Alltag abgeschaut ist, Notizen aus einem Krisenland, einer hysterisierten Gesellschaft. Wahnsinn, der Leben ist: aufzeichnungen aus einer doppelhaushälfte

 

Es spielen - Juliane Gruner, Günther K. Harder, Christian Higer, Chris Pichler, Jakob Schneider

 

Regie– Thirza Buncken

Ausstattung – Robert Ebeling

Dramaturgie – Barbara Winzer/Felix Mannheim

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