Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"In der Schwebe" von Maya Arad Yasur - Thalia Theater Hamburg"In der Schwebe" von Maya Arad Yasur - Thalia Theater Hamburg"In der Schwebe" von...

"In der Schwebe" von Maya Arad Yasur - Thalia Theater Hamburg

Premiere am 10. Mai 2019 im Thalia in der Gaußstraße (Garage)

Schau nicht nach unten. Das musst du dir einschärfen: Schau nur die Leute hinter den Fenstern an und stell dir vor, du hättest ihren Boden unter den Füßen. -- In schwindelnder Höhe hängen Isaac und Benjamin in der Luft, nur gesichert mit einem Seil, unter ihnen geht es 13 Stockwerke in die Tiefe. Nicht der beste Ort für Isaac, um einem Menschen aus der Vergangenheit zu begegnen, mit dem er eigentlich hatte abschließen wollen: ob aus Zufall, Schicksal oder Berechnung hängt sein früherer Weggefährte Benjamin neben ihm vor der Fassade des Wolkenkratzers.

 

Copyright: Fabian Hammerl

Und der will – ausgestattet nur mit Putzutensilien, Möhren und einem Messer – der Vergangenheit auf den Grund gehen. Die eigene Geschichte, geprägt von Krieg und Gewalt, lässt sich nicht länger verdrängen und fördert grausame Wahrheiten zu Tage. Doch dann passiert ein Unfall, der beide zurück in die Gegenwart schleudert und möglicherweise ihre Zukunft in Europa gefährdet.

Maya Arad Yasur gewann für ihr Stück „Diamond Stars“ (In der Schwebe) 2010 den ersten Preis beim Dramatikerwettbewerb des ITI (International Theatre Institute) und der UNESCO. 2014 wurde sie mit dem Habima Award für Nachwuchskünstler ausgezeichnet und erhielt 2018 den Stückemarktpreis des Berliner Theatertreffens für „Amsterdam“. Die Theaterstücke der israelischen Dramatikerin werden an diversen Theatern in Israel, Deutschland, Österreich, Norwegen und den USA aufgeführt.

Deutsch von Jennifer Whigham, Kristina Wydra

Regie Alek Niemiro
Bühne Marion Schindler
Kostüme Anna Degenhard
Dramaturgie Hannah Stollmayer
Musik Tom Gatza

Mit Bekim Latifi, Steffen Siegmund

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑