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Uraufführung: "Aus der Zeit fallen" von David Grossman im Deutschen Theater Berlin

Premiere 13. Dezember 2013, 19.30 Uhr. -----

"Wie kann ich weitergehn in den September, und er bleibt im August zurück?" Ein Mann und eine Frau sitzen beim Abendessen. Unvermittelt steht der Mann auf, sagt, er müsse gehen. Wohin, will die Frau wissen. Zu ihm, sagt der Mann. Zu ihm, das ist der Tote. Der gemeinsame Sohn, gestorben vor fünf Jahren.

Nicht enden will beider Trauer um ihn, doch während die Frau ans Jetzt erinnert, auf dem Leben beharrt, bricht der Mann auf. An den Ort, den es nicht gibt. Umkreist erst seinen Hof, dann das Haus, dann die Stadt. Und seine Stimme vermischt sich mit den Stimmen der vielen anderen, die er trifft, auch sie die Eltern gestorbener Kinder. Der Herzog. Die Hebamme. Der Schuster. Der Zentaur. All die Gehenden, Trauernden, unterwegs zu den Toten, unterwegs zu einer notwendigen, unmöglichen Begegnung.

 

David Grossman erhielt 2010 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Während der Arbeit an dem Roman 'Eine Frau flieht vor einer Nachricht' starb 2006 sein zweiter Sohn im Libanonkrieg.

 

Übersetzung aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer

 

Regie Andreas Kriegenburg

Bühne Olga Ventosa Quintana

Kostüme Andrea Schraad

Dramaturgie Juliane Koepp

 

Matthias Neukirch (Mann),

Katrin Klein (Frau),

Bernd Moss (Chronist der Stadt),

Natali Seelig (Frau des Chronisten),

Jürgen Huth (Schuster),

Janina Sachau (Hebamme),

Barbara Heynen (Frau im Netz),

Daniel Hoevels (Herzog),

Jörg Pose (Zentaur),

Markwart Müller-Elmau (Greiser Rechenlehrer)

 

Termine

14. Dezember 2013, 19.30 Uhr,

18. Dezember 2013, 19.30 Uhr,

29. Dezember 2013, 19.00 Uhr,

02. Januar 2014, 19.30 Uhr,

15. Januar 2014, 19.30 Uhr,

24. Januar 2014, 19.30 Uhr

 

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