Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: "Das schwarze Wasser" von Roland Schimmelpfennig im Nationaltheater MannheimUraufführung: "Das schwarze Wasser" von Roland Schimmelpfennig im...Uraufführung: "Das...

Uraufführung: "Das schwarze Wasser" von Roland Schimmelpfennig im Nationaltheater Mannheim

Premiere am 10. Januar um 19.30 Uhr im Schauspielhaus. -----

Eine Gruppe Jugendlicher aus einer Villengegend hat verbotenerweise den Zaun eines Schwimmbads überklettert, um in der Dunkelheit schwimmen zu gehen, als sie von Jugendlichen mit „Migrationshintergrund“ überrascht werden.

 

Statt sich zu prügeln, kommen die beiden Gruppen ins Gespräch. Eine magische Nacht, am schwarzen Wasser voller Sterne, beginnt. Parallele Lebensweisen treffen aufeinander, ein Nachtwächtermüllmannbauarbeiterfamilienleben trifft auf dasjenige der privilegierten „einheimischen angesessenen Oberschicht.“ Für einen kurzen Moment überwinden sie die trennenden gesellschaftlichen Gegensätze, liebestrunken und übermütig fahren sie in den Himmel. Sie verbringen die Nacht bis zum Morgengrauen zusammen.

 

Der Autor verwebt die Vergangenheit mit der Zukunft; sein „narratives Theater“ lädt die Zuschauer zu einer Phantasiereise ein, die Welten, Orte und Zeiten in einen Atemzug zusammenziehen kann.

 

Roland Schimmelpfennig ist der zurzeit meistgespielte Gegenwartsdramatiker Deutschlands. Seine Stücke werden in über 40 Ländern aufgeführt. Er wurde 1967 in Göttingen geboren, arbeitete zunächst als Journalist und begann dann ein Regiestudium, wurde Regieassistent und später Mitarbeiter der künstlerischen Leitung der Münchner Kammerspiele. Schimmelpfennig, der weiter als Regisseur tätig ist, steht mit seinen Theatertexten in der Tradition literarischer Dramatik: Für ihn ist der literarische Text der Ausgangspunkt und zentrale Referenz der Inszenierungen. Er hat für sein Werk zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten. 2010 erhielt er den Mülheimer Dramatikerpreis für sein Stück Der goldene Drache.

 

Inszenierung: Burkhard C. Kosminski

Bühne: Florian Etti

Kostüme: Lydia Kirchleitner

Musik: Hans Platzgumer

Licht: Nicole Berry

Dramaturgie: Tilman Neuffer

 

mit Katharina Hauter, Ragna Pitoll, Anke Schubert, Boris Koneczny, Reinhard Mahlberg, David Müller

 

Ein Auftragswerk für die Frankfurter Positionen 2015 – eine Initiative der der BHF-BANK-Stiftung

 

www.nationaltheater-mannheim.de; Kartentelefon: 0621 – 16 80 150

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑