Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
URAUFFÜHRUNG: DIE LETZTE SOIRÉE von Arna Aley im Wolfgang Borchert Theater in MünsterURAUFFÜHRUNG: DIE LETZTE SOIRÉE von Arna Aley im Wolfgang Borchert Theater in...URAUFFÜHRUNG: DIE LETZTE...

URAUFFÜHRUNG: DIE LETZTE SOIRÉE von Arna Aley im Wolfgang Borchert Theater in Münster

Premiere A am Samstag, 6. September um 20 Uhr, Premiere B am Sonntag, 7. September um 18 Uhr im neuen Haus im Flechtheimspeicher. -----

Das Theater eröffnet die kommende Spielzeit im neuen Haus im Flechtheimspeicher, einem ehemaligen Getreidespeicher, der ursprünglich der Münsteraner Familie Flechtheim gehörte. Die Berliner Autorin Arna Aley hat dazu im Auftrag des WBT ein Stück über den berühmtesten Sohn der Familie, den jüdischen Kunstsammler und Kunsthändler Alfred Flechtheim geschrieben.

 

Alfred Flechtheim, Fred genannt, entstammt einer jüdischen Münsteraner Kaufmannsfamilie. Doch mit Getreidehandel hat der junge Mann nichts am Hut – er verschreibt sein Leben der Kunst. Der Kunstliebhaber heiratet die vermögende Betti Goldschmidt, gründet in Düsseldorf seine erste Galerie und beginnt, alle Größen der Moderne zu sammeln.

 

In Berlin und Paris der 1920er-Jahre umgibt sich Fred mit der aufstrebenden Avantgarde und einem Bekanntenkreis von Matisse über Picasso bis zu George Grosz. Doch der Erste Weltkrieg und die Machtergreifung der Nazis zerstören dem Förderer, Verleger und Sammler die wirtschaftliche wie persönliche Existenz. 1937 stirbt Flechtheim im Londoner Exil. Am Vorabend der drohenden Deportation seiner Frau Betti 1941 kehrt Fred aus dem Totenreich zu ihr zurück . . .

 

Ein besonderes Kaleidoskop der Roaring Twenties und ein dokumentarisches-fiktionales Bild des großen Kunstmäzens.

 

Arna Aley, Jg. 1971, studierte Violoncello an der Litauischen Musikakademie in Vilnius und Szenisches Schreiben an der Hochschule der Künste Berlin. Sie erhielt 2005 den Jurypreis des Kurzdramenwettbewerbs Drama Köln und den 1. Preis des Stückwerk II in Leipzig. Zwei Jahre darauf folgte der Jurypreis der St. Gallener Autorentage für ihr Stück 4 1/2 und die Einladung zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffs. Aley lebt als freie Autorin, Dolmetscherin und Übersetzerin in Berlin.

 

Inszenierung | Meinhard Zanger

Bühne & Kostüme | Darko Petrovic

 

Premiere im Düsseldorfer Schauspielhaus | Dienstag, 30. September 2014 | 19.30 Uhr

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑