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Uraufführung: "Elektra" von Nino Haratischwili, Deutsches Schauspielhaus in Hamburg

Premiere 9. September 2012, 20 Uhr / Malersaal. -----

»Einmal alle Grenzen überwinden, einmal so laut schreien, dass alles, was lebt, hinaus kriecht und mich anhört, das, was ich zu sagen habe.« Elektra wartet auf ihren heiß geliebten Bruder Orest.

Mit ihm gemeinsam will sie die Verhältnisse in ihrer Familie und in ihrem Land wieder zurechtrücken. In ihren Augen ist das Herrschaftssystem der Mutter Klytaimnestra und des Stiefvaters Aigisthos eine verlogene, dekadente Oase, die auf Verbrechen basiert. Als Kinder versprachen sich Elektra und Orest sich immer zu lieben und eine neue, utopische Welt, in der Gerechtigkeit herrscht, zu gründen. Damit

dieser Traum wahr wird, soll der vermeintliche Mord amidealisierten Vater Agamemnon durch Frau und Nebenbuhler durch neuen Mord gerächt werden. Als Orest tatsächlich zurückkehrt, scheinen Elektras Rachepläne in greifbare Nähe zu rücken. Doch neben dem traumatisierten Kriegsveteranen Orest erscheint auch die schöne Fremde Polyxena. Und Elektra wird damit konfrontiert, dass ihr geliebter Vater, der vermeintliche Kriegsheld von Troja, ein Kriegsverbrecher war.

 

Nino Haratischwili entwirft für das Junge Schauspielhaus eine zeitgenössische Neudeutung des Elektra-Stoffs, in der sie den großen Fragen nach Gerechtigkeit, Moral, Liebe und Schuld in Familie und Politik in einer zunehmend komplexen, globalisierten Welt nachgeht.

 

Regie Klaus Schumacher,

Bühne Katrin Plötzky,

Kostüme Heide Kastler,

Musik Tobias Vethake,

Licht Susanne Ressin,

Dramaturgie Stanislava Jevic.

 

Es spielen Hermann Book, Angelina Häntsch, Katharina Lütten, Jonathan Müller, Christine

Ochsenhofer, Florens Schmidt.

 

Termine

11.09.12, 19:00 Uhr

12.09.12, 19:00 Uhr

27.09.12, 19:00 Uhr

04.10.12, 19:00 Uhr

05.10.12, 20:00 Uhr

24.10.12, 19:00 Uhr

25.10.12, 19:00 Uhr

 

Karten: Telefon 0 40.24 87 13 (Mo.-Sa., 10-19 Uhr) oder online unter www.schauspielhaus.de

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