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Uraufführung: LA PORTA DELLA LEGGE von Salvatore Sciarrino, Wuppertaler Bühnen

(DAS TOR ZUM GESETZ) - QUASI UN MONOLOGO CIRCULARE

Premiere 25.04.2009, 19:30 Uhr

 

»Vor dem Gesetz steht ein Türhüter. Zu diesem Türhüter kommt ein Mann vom Lande und bittet um Eintritt in das Gesetz.

Aber der Türhüter sagt, dass er ihm jetzt den Eintritt nicht gewähren könne. Der Mann überlegt und fragt dann, ob er also später werde eintreten dürfen. ›Es ist möglich,‹ sagt der Türhüter, ›jetzt aber nicht.‹« Der Mann wartet vor dem Tor, bis er stirbt.

 

Salvatore Sciarrino hat sich für sein Wuppertaler Auftragswerk einen der geheimnisvollsten und damit spannendsten Texte von Franz Kafka als Vorlage ausgesucht. Die Parabel steckt voller Widersprüche und entzieht sich letztlich einer abschließenden Interpretation. Jede Auslegung ist nur ein Versuch. Hat der Mann selbst Schuld, dass er nicht zum Gesetz hineingelangt? Ist er verantwortlich für sein Schicksal oder ist er Opfer einer böswilligen Täuschung durch den Türhüter? Gibt es das Gesetz überhaupt oder ist auch das eine Illusion, die lebenslang nur zu Verirrungen führt? Lohnt es sich, das Gesetz im Leben zu suchen, sei es ein juristisches, religiöses, moralisches?

 

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Inszenierung

Johannes Weigand

 

Musikalische Leitung

Hilary Griffiths

 

Ausstattung

Jürgen Lier

 

Besetzung

Der Mann (I)

Ekkehard Abele

 

Der Türhüter

Michael Tews

 

Der Mann (II)

Gerson Sales

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