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Uraufführung: "Ostend" im Schauspiel Stuttgart

nach dem "Ostend-Roman" von Manfred Esser,

Premiere: Donnerstag, 8. März 2007, 20.00 Uhr, Depot

(Im Rahmen des Festivals DEPOT X MEMO)

 

James Joyce konzentrierte in "Ulysses" das bunte Leben Dublins auf wenige Stunden eines Tages. Manfred Esser schrieb dem Stuttgarter Stadtteil Ostheim sein ganz eigenes Denkmal der Siebziger Jahre.

Sein Bild ist ein Mosaik aus ewigen Gestalten einer versunkenen Arbeiterkolonie. Der Geist der Arbeiterbewegung verdampft dort schon mal im Hochprozentigen der Eckkneipen. Die sozialen Forderungen kehren als schöne Verse ins Kleinbürgertum ein. Das Radio hat statt Zeitbewusstsein nicht mehr als Zeitvertreib zu versenden. Eigentlich ahnt jeder, dass es so nicht mehr weitergehen kann. Aber wohin mit seiner Sehnsucht nach Neuem und Wunsch nach Heimat? Eine neue Ära steht vor der Tür, aber niemand will öffnen ...

 

Stuttgarts Ostend ist dieser "blubbernde Eintopf und Alltag, der den Theorien und Systemen zugrunde lag, sie dickte, sie hochwarf als Blasen", so der Autor des "Ostend-Romans" Manfred Esser. Erstmals wird sein Buch jetzt auf der Bühne präsentiert: Ein "Heimatroman, der von einer Heimat handelt, die keine ist: Arbeitervorstadt, gewachsenes Quartier und zugleich deformiert wie alle städtischen Wucherungen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts." (Helmut Heißenbüttel)


Regie: Kevin Rittberger, Ausstattung: Birgit Stoessel
Mit: Marietta Meguid, N.N., Reinhold Ohngemach, Sebastian Röhrle

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