Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung, Staatsschauspiel Dresden: "Morgenland" - Ein Abend mit Dresdnerinnen und Dresdnern aus dem OrientUraufführung, Staatsschauspiel Dresden: "Morgenland" - Ein Abend mit...Uraufführung,...

Uraufführung, Staatsschauspiel Dresden: "Morgenland" - Ein Abend mit Dresdnerinnen und Dresdnern aus dem Orient

Premiere am 29. November 2015 im Kleinen Haus 3, Die Bürgerbühne. -----

Sie haben mit dem unglücklichen Liebespaar Laila und Madschnun gelitten, sie singen am Morgen Lieder von Fairouz oder verehren den palästinensischen Dichter Mahmud Darwisch.

 

Sie kommen aus Ägypten, Palästina, Syrien und Tunesien, leben seit ein paar Monaten oder einigen Jahren in Dresden und räumen auf mit Vorurteilen und Klischees um Wüste und Kamele, mit dem abendländischen Blick auf das Morgenland und 1001 Nacht, mit romantischen Vorstellungen von Turban, Dschinns und Bauchtanz. Die zwölf Spieler und Musiker aus „Morgenland“ laden ein zum Kennenlernen ihrer Kultur und ihrer persönlichen Geschichten.

 

Sie erzählen uns von ihren Kinderliedern und Kinderspielen, von der ersten Liebe, von dreitägigen Hochzeiten und dem Zusammenhalt ihrer Familien, von der modernen Stadt Kairo und den rivalisierenden Clans in den Dörfern. Sie schreiben Gedichte für ihre Mutter, erzählen von ihrer Ankunft in Deutschland, sorgen sich um die politischen Umstände in ihren Ländern und streiten über Tradition und Religion – alles wie bei uns, nur anders.

 

Inszeniert wird „Morgenland“ von der Leiterin der Bürgerbühne Miriam Tscholl, die in Dresden u. a. „Ich armer Tor“ nach Goethes „Faust“ mit Männern in der Midlifecrisis oder „Irrfahrten des Odysseus“ nach Homer mit Dresdnern, die in der Welt herumgekommen sind, auf die Bühne brachte. Am Jungen dt Berlin inszenierte sie „Die Verwandlung“ von Franz Kafka und am Nationaltheater Mannheim „Die Kriegerinnen“ frei nach Schillers „Jungfrau von Orleans“ mit Texten von Frauen im Krieg.

 

In arabischer, englischer und deutscher Sprache, mit deutschen Untertiteln

 

Mit: Tarek Alsalloum, Ashraf Ayash, Rouni Mustafa, Ibrahim Qadi, Sami Ramadan, Elai Rostom, Diaa Soliman, Yesmine Trigui und den Musikern Anwar Aldiban, Thabet Azzawi, Abed Sarraf, Abdel Semmoudi

 

Regie: Miriam Tscholl

Bühne und Kostüm: Belén Montoliú Garcia

Musik: Michael Emanuel Bauer

Übersetzer: Bashar Alwan

Dramaturgie: Felicitas Zürcher

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑