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Uraufführung: „Treulose“ von Ingmar Bergman im Düsseldorfer Schauspielhaus

Premiere am 15. Dezember, 19.30 Uhr im Kleinen Haus

„Partitur für ein Bildmedium“ nennt der große schwedische Regisseur Ingmar Bergman sein Drehbuch „Treulose“, das er 1997 für seine Lieblingsschauspielerin und zeitweilige Lebensgefährtin Liv Ullmann schrieb, die den Stoff im Jahre 2000 verfilmte.

Marianne, eine Schauspielerin, nicht unglücklich mit einem Stardirigenten verheiratet, hat sich auf eine alles verzehrende Affäre mit dem Regisseur David eingelassen: eine Frau im Spannungsfeld zwischen Liebhaber, Ehemann und dem gemeinsamen Kind. Die Geschichte einer Trennung, von Einsamkeit und Zweisamkeit, anknüpfend an die berühmten „Szenen einer Ehe“ von 1973. Im Zentrum: Marianne, deren „Gesicht“ in einem einzigen Nahbild „immer gegenwärtig ist“. Bergman geht es darum, „dem Beobachter-Zuschauer die Illusion einer mehrere Stunden währenden Konfrontation mit einer Frau nahe zu bringen, die hier Marianne genannt wird, in Wirklichkeit aber anders hieß“. Das alles geschieht mit den Mitteln einer schonungslosen und glasklaren Sprache und einer Geschichte, die die Untiefen der menschlichen Psyche auslotet. Wie oft bei Bergmann nimmt die Geschichte ihren Ausgang in der Familie. Am Ende zerreißt der bürgerliche Lügenvorhang und hinter der Konvention wird die wahre Menschennatur sichtbar.

 

Inszenierung Oliver Reese

Bühne Hansjörg Hartung

Kostüme Elina Schnizler

Darsteller (in) Esther Hausmann Kathleen Morgeneyer Götz Schulte Markus Scheumann

 

Die nächsten Termine:

Dezember

19., 27

Januar

03., 14., 27., 28

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