Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Uraufführung: "Wüstenbuch" Musiktheater von Beat Furrer - Theaer BaselUraufführung: "Wüstenbuch" Musiktheater von Beat Furrer - Theaer BaselUraufführung:...

Uraufführung: "Wüstenbuch" Musiktheater von Beat Furrer - Theaer Basel

Premiere am 15. März 2010, 20.00 Uhr — Musical Theater Basel

nach Texten von Händl Klaus, Ingeborg Bachmann, Antonio Machado, Lukrez u. a. sowie dem Papyrus 3024

 

Die Wüste, Ort der unfasslichen Leere, Hitze, Einsamkeit und Stille.

Sinnbild für das Fremde, Metapher für den Tod und das Nichts und immer wieder Projektionsfläche für die Angst vor dem Verlust der Erinnerung. Zahlreiche Autoren haben sich mit diesem Phänomen auseinander gesetzt. Ingeborg Bachmanns «Wüstenbuch-Fragmente» sind hierfür eindrückliche Beispiele. Beat Furrer und Händl Klaus haben sie zu Teilen in den textlichen Entwurf ihres neuen Musiktheaters einfliessen lassen.

 

Eine weitere Säule des Librettos bildet ein von Händl Klaus neu geschriebener Text sowie Gedichte von Angel Valente, Antonio Machado, Lukrez und der altägyptische Papyrus 3024 in der neuen Übertragung von Jan Assmann. Er spiegelt das Verhältnis der Alten Ägypter zum Tod wieder. Jene sehen im Tod die Verheissung zu einem idealen, unendlich fortdauernden Leben und begangen so im Todesritual gleichzeitig eine vitale Lebensfeier.

 

Inszenieren wird die Uraufführung von «Wüstenbuch» der Regisseur Christoph

Marthaler. Er verantwortete bereits die szenischen Umsetzungen von Beat Furrers

letzten Musiktheaterwerken «Fama» (2005) und «invocation» (2003). Am Theater

Basel feierte er gerade Erfolge mit seiner Inszenierung von «La Grande-Duchesse

de Gérolstein».

 

Kompositionsauftrag des Theater Basel und der Vontobel-Stiftung

Eine Koproduktion des Theater Basel mit dem Klangforum Wien, den Berliner

Festspielen¦Maerzmusik Berlin, den Wiener Festwochen

 

Musikalische Leitung: Beat Furrer

Regie: Christoph Marthaler

Bühne: Duri Bischoff

Kostüme: Sarah Schittek

Dramaturgie: Ute Vollmar

 

Mit: Tora Augestad, Carina Braunschmidt, Hélène Fauchère, Olivia Grigolli, Catriona Guggenbühl, Isabelle Menke, Bettina Stucky, Sébastien Brohier, Ueli Jäggi

 

Solistes XXI, Einstudierung: Rachid Safir / Klangforum Wien

 

Die Produktion wird unterstützt von Artephila Stiftung, Ernst von Siemens Musikstiftung, Schweizer Kulturstiftung: prohelvetia, Ernst Göhner Stiftung

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑