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Volkstheater Rostock: „Madame Butterfly“ von Giacomo Puccini

Premiere: Sonntag, 6. Oktober 2013, 18:00 Uhr, Großes Haus. -----

Eine poetische Geschichte findet unter dem amerikanischen Sternenbanner und vertrockneten Kirschblüten ihr grausames Ende: Der US-Marineleutnant B. F. Pinkerton beginnt eine "Ehe auf Zeit" mit Cio-Cio-San, einer Geisha aus verarmter Familie.

Für ihn ist es Spaß, für sie Ernst. Cio-Cio-San bricht mit ihren kulturellen Wurzeln, tritt zum Christentum über und wird von ihrer Familie verstoßen. Die trügerische Hoffnung auf Pinkertons Rückkehr ist ihr einziger Lebensinhalt. Jahre später fordert dieser – jetzt "rechtmäßig" verheiratet – von Cio-Cio-San den gemeinsamen Sohn. Verlassen bewahrt sich die Japanerin ihre persönliche Würde durch Selbstmord.

 

Giacomo Puccinis Oper zeigt in der Hochphase des Kolonialismus die Konfrontation verschiedener Kulturen und das Schicksal ihrer Opfer. Nach dem Misserfolg der Uraufführung 1904 strich er alle politisch brisanten Stellen, in dieser Gestalt wurde seine melodienreiche und harmonisch fortschrittliche Partitur zum Welterfolg.

 

Das Volkstheater Rostock spielt die Fassung für Brescia, 1904. Sie enthält alle bekannten musikalischen Höhepunkte und zeigt die Gefährdung kultureller Traditionen des Fernen Ostens durch westliche Beeinflussung: Cio-Cio-Sans Schicksal – eine "japanische Tragödie".

 

Musikalische Leitung: Manfred Hermann Lehner/Peter Leonard

Inszenierung: Jay Lesenger

Bühne (nach der Ausstattung von Ron Kadri): Mathias Betyna

Kostüme: Jenny-Ellen Fischer

Choreinstudierung: Stefan Bilz

 

Darsteller: Soojin Moon/Jamila Raimbekova, Takako Onodera, Garry Davislim, Olaf Lemme, Titus Paspirgilis, Maria Teresa González, Nils Pille, Mark Sampson, Hee Wook Kim, Günter Berdermann, Gerhard Stephan, Mei Li Schmitt, Akane Matsui, Julian Grau/ Simon Oldach, Opernchor des Volkstheaters Rostock, Norddeutsche Philharmonie Rostock

 

 

 

 

 

 

 

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