Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Warten auf Godot" von Samuel Beckett im Thalia Theater Hamburg"Warten auf Godot" von Samuel Beckett im Thalia Theater Hamburg"Warten auf Godot" von...

"Warten auf Godot" von Samuel Beckett im Thalia Theater Hamburg

A-Premiere am 27. Februar 2016 um 20.00 Uhr, B-Premiere am 28. Februar 2016 um 19.00 Uhr im Thalia Theater. -----

Seit mehr als sechzig Jahren warten zwei Landstreicher auf den Bühnen der Welt auf jemanden namens

Godot, der aber nie kommt. Eine klassische Situation, eine Existenz-Chiffre, die den irischen Autor

Samuel Beckett weltberühmt machte.

Welche tiefere Erkenntnis sich hinter seinem „Godot“ verbirgt, ob Gleichnis oder gar nichts, darüber verweigerte Beckett stets jede Auskunft mit dem Hinweis: Hätte er sich klarer ausdrücken wollen, hätte er sich klarer ausgedrückt. Und so sind eine Vielzahl von Beschreibungen, Geheimnissen und Mutmaßungen über die philosophischen Lumpen Wladimir und Estragon im Umlauf.

 

Bertolt Brecht zum Beispiel soll gesagt haben: "Weißt du, es gibt da eine Sache, die ich gern wüsste. Ich würde Beckett gern fragen, wo Wladimir und Estragon während des Zweiten Weltkriegs waren.“

 

Das liegt nahe, denn ist das Stück auch erst 1953 uraufgeführt worden, so hat Beckett bereits 1948 mit der Arbeit an „Warten auf Godot“ begonnen. Was, wenn Wladimir und Estragon nicht nur die metaphysischen Clowns sind, als die wir sie kennen? Wenn das Stück nicht in „Absurdistan“ spielt, sondern eine historische Realität verbirgt? Waren Wladimir und Estragon - wie ihr Autor Beckett - in der Résistance? Sind sie wie er auf der Flucht, Frankreich 1943? Was, wenn sie nicht auf Gott, sondern auf eine viel konkretere Erlösung warten? Auch heute noch?

 

Regie führt Stefan Pucher, dessen „Sommernachstraum“ seit mehreren Spielzeiten erfolgreich am Thalia Theater läuft, als Wladimir und Estragon spielen Jens Harzer und Jörg Pohl.

 

Regie Stefan Pucher

Bühne Stéphane Laimé

Kostüme Tabea Braun

Video Meika Dresenkamp

Musik Christopher Uhe

Dramaturgie Susanne Meister

 

Ensemble Jens Harzer, Jörg Pohl, Mirco Kreibich, Oliver Mallison

 

Karten 040. 32 81 44 44 / www.thalia-theater.de

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑