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"Wir sind Gefangene" nach Oskar Maria Graf, Residenztheater München"Wir sind Gefangene" nach Oskar Maria Graf, Residenztheater München"Wir sind Gefangene"...

"Wir sind Gefangene" nach Oskar Maria Graf, Residenztheater München

premiere 26 Sep 14, 20.00 Uhr. -----

Als Chronik einer Zeit und als Anklage gegen sie verfasste Oskar Maria Graf seinen autobiographischen Roman „Wir sind Gefangene“. Die in der Kindheit vom Bruder erlittenen Schläge formen im Bäckerssohn Oskar den Wunsch, die eigene Stimme zu erheben.

Er flieht nach München, schreibt Gedichte und nennt sich auf Visitenkarten „Schriftsteller“, während er anarchistische Versammlungen besucht und nachts an der Backmaschine steht. Dem Ersten Weltkrieg entzieht er sich durch nicht enden wollendes Gelächter und einen Hungerstreik, schlägt sich mit diversen Tätigkeiten durch, die er gerne auch wieder aufgibt, erhält ein literarisches Stipendium, säuft sich durchs Schwabing der Bohème, agitiert gegen den Krieg und zieht 1918 schließlich mit den revoltierenden Massen durch München, um endlich eine gerechtere Gesellschaft zu leben, wie sie sich in der Bayerischen Räterepublik ankündigt.

 

Er ist ein Quertreiber in dieser brutalen Zeit und zeigt gerade dadurch Haltung – aus tief empfundener Solidarität mit den Entrechteten, aus störrischem Ungehorsam gegenüber allen Autoritäten und Autoritären, aus radikaler Ablehnung des Kriegs.

 

Regie Robert Gerloff

Bühne Maximilian Lindner

Kostüme Johanna Hlawica

Musik Rudolf Gregor Knabl

Licht Georgij Belaga

Dramaturgie Veronika Maurer

 

mit

Gunther Eckes

Alfred Kleinheinz

Genija Rykova

Katharina Pichler

Hanna Scheibe

 

 

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