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Zwei bedeutende Werke der Weltliteratur stehen zum Spielzeitstart auf dem Programm des Heidelberger Theaters.

Premiere „Jenseits von Eden“: 1.10., 20.00, Theaterkino

Premiere „Schnee“: 3.10., 19.30, zwinger1

 

Der junge Regisseur Sarantos Zervoulakos bringt „Jenseits von Eden“, das 1955 legendär mit James Dean verfilmte Familienepos, auf die Bühne im Theaterkino.

Ausgangspunkt der Heidelberger Fassung ist der Anlass einer tragischen Verkettung von Ereignissen: Am Thanksgiving Day des Jahres 1917 macht Caleb Trask seinem Vater Adam ein großes Geldgeschenk, das dieser zurückweist. Um die Konsequenzen wissend, die er dennoch nicht verhindern kann, fällt Adam zurück in seine eigene Geschichte, erinnert sich an seine Jugend, an den militärischen Drill des übermächtigen Vaters, an eine tiefschwarze Nacht, in der sein Bruder Charles plötzlich ein Beil in der Hand hatte – und an seine große Liebe Cathy, mit der er in Kalifornien ein neues Leben beginnen wollte.

 

Regie Sarantos Zervoulakos, Bühne & Kostüme Geraldine Arnold, Dramaturgie Nina Steinhilber

Mit Jan Andreesen, Franziska Beyer, Ronald Funke, Bastian Semm

 

Weitere Vorstellungen u.a. am 4., 7. & 15.10., 19.30 Uhr

Karten an den Theaterkassen, unter 06221.5820000 oder online.

 

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Orhan Pamuk gilt als einer der wichtigsten türkischen Schriftsteller der Gegenwart. 2006 der 1962 in Istanbul geborene und aufgewachsene Autor für sein Werk den Literaturnobelpreis. Sein Roman SCHNEE machte ihn auch in Deutschland einer größeren Öffentlichkeit bekannt und präsentiert ein vielschichtiges und faszinierendes Bild der modernen Türkei, in der der säkulare Nationalismus nach dem Vorbild Atatürks auf dem Prüfstand steht.

 

Die Theaterfassung von Orhan Pamuks Roman „Schnee“, für den er 2006 den Literaturnobelpreis erhielt, feiert am 3.10. Premiere im zwinger1. Das Stück handelt von der Liebesgeschichte des Dichters Ka mit der schönen Ipek vor dem Hintergrund einer Reihe von politischen Ereignissen in der türkischen Grenzstadt Kars, in der religiöse und politische Glaubensrichtungen – von enttäuschten Liberalen über revolutionäre Islamisten bis zu kurdischen Nationalisten – aufeinanderprallen.

 

„Schnee“ eröffnet den Spielzeitschwerpunkt Türkei, der mit der Filmadaption von Fatih Akins „Gegen die Wand“ und dem HEIDELBERGER STÜCKEMARKT 2011 – Gastland Türkei – sowie in Filmvorführungen und Sonderveranstaltungen fortgesetzt wird.

 

Regisseur Martin Süß erarbeitet mit dem Heidelberger Ensemble, u. a. Frank Wiegard als Dichter Ka und Antonia Mohr als Ipek, eine Heidelberger Theaterfassung des Romans. Dabei steht die Liebesgeschichte und das verzweifelte Streben nach Freiheit und Glück aller Figuren im Vordergrund.

 

Weitere Vorstellungen u.a. am 10.10., 19.30 sowie am 20. & 28.10., 20.00, ZWINGER1

Karten an den Theaterkassen, unter 06221.5820000 oder online.

 

 

 

 

 

 

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