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Aalto-Theater Essen: ARIADNE AUF NAXOS von Richard Strauss

Premiere 1.12.2012, 19:00 Uhr. -----

Im Hause eines reichen Mannes werden anlässlich eines Festes die letzten Vorbereitungen für die Aufführung einer neuen tragischen Oper („Ariadne auf Naxos“) getroffen. Zum Amüsement der Gäste soll als Nachspiel ein lustiges Stück durch die berühmte Zerbinetta und ihre Komödiantentruppe präsentiert werden.

Der Komponist ist darüber entsetzt, aber es kommt noch schlimmer: Aufgrund von Zeitmangel an diesem, von einem festlichen Essen und einem grandiosen Feuerwerk umrahmten Abend, besteht der Hausherr auf eine gleichzeitige Vorstellung der Tragödie und Komödie ...

 

Nachdem den Autoren nach der Uraufführung 1912 in Stuttgart klar geworden war, dass die Idee, „Ariadne auf Naxos“ als Opern-Divertissement im Anschluss an die Molière-Komödie „Der Bürger als Edelmann“ zu spielen, beim Publikum auf Unverständnis stieß, verfasste Hofmannsthal anstatt der Komödie ein eigenes szenisches Vorspiel in der Länge eines Opern-Aktes, zu dem Strauss eine parlando- wie melodienreiche Musik schrieb. Die Premiere dieser „Ariadne“ in Wien 1916 war ein Erfolg.

 

Nach Kálmáns „Csárdásfürstin“ und Tschaikowskys „Eugen Onegin“ ist dies die dritte Arbeit des österreichischen Produktionsteams um Michael Sturminger am Aalto-Theater. Für die musikalische Einstudierung und Leitung zeichnet Generalmusikdirektor Stefan Soltesz verantwortlich.

 

Michael Sturminger studierte Regie und Dramaturgie an der Universität für Musik und Darstellende Kunst seiner Heimatstadt Wien und arbeitet seit 1990 als freier Autor und Regisseur für Film und Theater. Engagements führ(t)en ihn u. a. an das Opernhaus Zürich, Mariinsky Theater in St. Petersburg, Theater an der Wien, die Wiener Staats- und Volksoper und an die Theater in Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Köln, Wiesbaden, Wuppertal sowie zu Festivals in Spoleto, Turku, Toronto und Sydney, zu den Ruhr-, Bregenzer und Salzburger Festspielen. Schwerpunkte dabei bilden die

Beschäftigung mit Mozart sowie – als Regisseur und Librettist – das zeitgenössische Musiktheater. Im Film-Bereich machte er 2004 mit seinem ersten und mehrfach preisgekrönten Kinospielfilm „Hurensohn“ auf sich aufmerksam. 2008 erschien „Malibran Rediscovered“, ein Dokumentarfilm über Cecilia Bartolis Reise auf den Spuren der Sängerin Maria Malibran sowie ein Konzertfilm der Künstlerin („The Barcelona Concert“). 2008 schrieb er ferner für das Musiktheaterprojekt „The Infernal Comedy“ den Text für Hauptdarsteller John Malkovich (Premiere in Los Angeles), das seither von Istanbul bis London, von Rio de Janeiro bis New York zu sehen war. 2011 folgte aus der Zusammenarbeit mit

Malkovich das im Ronacher Theater in Wien uraufgeführte Opernprojekt „The Giacomo Variations“, das von Sydney bis Versailles, von Moskau zu den Ruhrfestspielen und an die Hamburger Staatsoper gereist ist und auch 2012 und 2013 zahlreiche weitere Einladungen weltweit erhielt. Derzeit arbeitet der vielseitige Künstler als Regisseur und Librettist an einem von ihm initiierten Projekt, aus Ödön von Horváths „Geschichten aus dem Wienerwald“ eine Oper zu verfassen, zu welcher der bekannte österreichische Komponist, Chansonnier und Dirigent HK Gruber die Musik verfasst (Uraufführung:

Bregenzer Festspiele 2013).

 

Oper in einem Aufzug nebst einem Vorspiel von Richard Strauss

Dichtung von Hugo von Hofmannsthal

 

ML: Stefan Soltesz |

I: Michael Sturminger |

B+K: Renate Martin, Andreas Donhauser

 

Weitere Vorstellungen 4., 6., 12., 14., 25., 30. Dezember 2012; 13., 16., 31. Januar; 2., 22. Februar 2013

Aalto-Theater

 

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