Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Alfred-Kerr-Darstellerpreis des Berliner Theatertreffens 2014 für Valery TscheplanowaAlfred-Kerr-Darstellerpreis des Berliner Theatertreffens 2014 für Valery...Alfred-Kerr-Darstellerpre...

Alfred-Kerr-Darstellerpreis des Berliner Theatertreffens 2014 für Valery Tscheplanowa

Die Jurorin des Alfred-Kerr-Darstellerpreises 2014 Edith Clever hat nach Besuch der zum diesjährigen Theatertreffen eingeladenen Inszenierungen ihre Entscheidung getroffen. Den mit 5.000 € dotierten Alfred-Kerr-Darstellerpreis für die beste Leistung eines jungen Schauspielers/einer jungen Schauspielerin im Rahmen des Theatertreffens geht in diesem Jahr an Valery Tscheplanowa für ihre Rolle der „Njurka“ in der Aufführung „Zement“ von Heiner Müller.

Die Produktion aus dem Residenztheater München ist die letzte Inszenierung des 2013 verstorbenen Regisseurs Dimiter Gotscheff.

 

Die Schauspielerin und Regisseurin Edith Clever, eine der bedeutendsten Vertreterinnen des deutschen Theaters, begründet ihre Entscheidung: „Schon gleich als sie erschien und die Bühne betrat, hatte sie mich gewonnen. An ihr hat mir alles gefallen. Und ihre klare leuchtende Stirn, ihr fester und doch leichter Schritt, ihr Singen, ihr Temperament, ihr Humor – das alles hat mich bezaubert. Alles war so selbstverständlich und mutig. Ich gratuliere und wünsche von Herzen, dass ihr die helle Ausstrahlung, ihre Ernsthaftigkeit und Freude erhalten bleiben.“

 

Der Alfred-Kerr-Darstellerpreis wurde 1991 von der Familie Kerr und der Pressestiftung Tagesspiegel sowie den Berliner Festspielen gemeinsam ins Leben gerufen. Mit dem Preis wird die herausragende Leistung eines/r jungen Schauspielers/erin ausgezeichnet, der/die in einer der zum Theatertreffen eingeladenen Inszenierungen mitwirkt. 2013 ging der Preis an Julia Häusermann.

 

Valery Tscheplanowa, geboren 1980 in Russland, studierte zunächst Tanz an der Palucca Schule Dresden und drei Semester Puppenspiel an der Hochschule für Schauspiel „Ernst Busch“ in Berlin, bevor sie dort ihr Schauspielstudium absolvierte. Von 2006 bis 2009 war sie festes Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin. Hier arbeitete sie u. a. mit Dimiter Gotscheff und Jürgen Gosch zusammen. Als Ensemblemitglied des Schauspiels Frankfurt (2009 bis 2013) wurde Valery Tscheplanowa im Jahr 2011 als „Maria Stuart“ unter der Regie von Michael Thalheimer für den Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ nominiert. Mit „Zement“ gab sie im Mai 2013 ihr Debüt am Münchner Residenztheater.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑