Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"am beispiel der butter" von Ferdinand Schmalz - Burgtheater Wien"am beispiel der butter" von Ferdinand Schmalz - Burgtheater Wien"am beispiel der butter"...

"am beispiel der butter" von Ferdinand Schmalz - Burgtheater Wien

Premiere Donnerstag, 18.12.2014 | 20.00 UhrVestibül. -----

Der Futterer-Adi ist einer, der gegen die Spielregeln verstößt. Seine Mitarbeiterration an Joghurt verteilt er an Passanten, füttert sie mit dem milchigen Weiß. Dem Hans von der Staatsgewalt ist er ein Dorn im Auge, und der Stielaugen-Jenny behagt es nicht, die Dorfidylle getrübt zu sehen.

 

Der Adi ist einer, der die Strukturen stört. Und Karina, die junge Neue in der Butterfabrik, fühlt sich auch noch wohl an seiner Seite. Zwischen Molkerei, Kneipe und Hobbykeller beobachtet und bestraft man die, die sich dem normierten Raum der Dorfgesellschaft widersetzen. Die müssen weg. Die müssen abgerieben werden. Damit ihnen ausgetrieben wird, davon zu träumen, dass eine riesige Faust aus Butter sich eines Tages zum Himmel recken wird.

 

„es sind die fremden kulturen, keime, die der reinen weiße von der milch gefährlich sind.“

 

am beispiel der butter steht in der großen Tradition des gesellschaftskritischen österreichischen Volksstücks. Zwischen Totlachen und Totschlagen sind die Grenzen fließend. Der 1985 in Graz geborene Autor Ferdinand Schmalz wurde 2013 mit dem Retzhofer Dramapreis ausgezeichnet, 2014 wurde er von Theater heute zum Nachwuchsautor des Jahres gewählt und erhielt das Wiener Dramatik Stipendium der Stadt Wien.

 

„wie ich wurde die milch zur butter in der molkerei. dieser halle, durch die die milch strömt und zum erinnern gezwungen wird, zum erinnern an die höhensonne, die goldgelbe höhensonne. liegt in stahltanks da, die milch und soll sich erinnern, wie das war auf der alm. und in diesem erinnern kehrt die milch ihr innerstes nach außen.“

 

Regie: Alexander Wiegold

Bühne: Claudia Vallant

Kostüme: Moana Stemberger

Video: Markus Lubej, Alexander Richter

Licht: Norbert Gottwald

Dramaturgie: Klaus Missbach

 

Adi, Molkereiarbeiter

Peter Knaack

 

Karina, Molkereiarbeiterin

Jasna Fritzi Bauer

 

Hans, Exekutivbediensteter

Marcus Kiepe

 

Jenny, Betreiberin der Bahnhofsreste

Catrin Striebeck

 

Huber, Mittleres Molkerei-Management

Michael Masula

 

Montag, 22.12.2014 | 20.30 Uhr

Dienstag, 30.12.2014 | 20.00 Uhr

Jänner

Sonntag, 04.01.2015 | 20.00 Uhr

Samstag, 10.01.2015 | 20.30 Uhr

Dienstag, 13.01.2015 | 20.00 Uhr

Donnerstag, 22.01.2015 | 20.30 Uhr

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„GESCHÖPFE“ von Ben J. Riepe im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Auf der dunklen Bühne stehen Bäume und Sträucher in Kübeln, die als erstes von einem Performer verrückt werden. An der rechten Bühnenseite finden sich aufgehäuft Körperteile von Schaufensterpuppen,…

Von: Dagmar Kurtz

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑