Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
"Angst essen Seele auf" von Rainer Werner Fassbinder im Maxim Gorki Theater Berlin"Angst essen Seele auf" von Rainer Werner Fassbinder im Maxim Gorki Theater..."Angst essen Seele auf"...

"Angst essen Seele auf" von Rainer Werner Fassbinder im Maxim Gorki Theater Berlin

Premiere 6.6.2014, 19.30 Uhr. -----

"Das Glück ist nicht immer lustig." In Deutschland ist Herbst. 70er Jahre. Der Nachkriegsmief ist längst nicht verflogen. Die sogenannten Gastarbeiter kommen seit über 10 Jahren ins Land. Aus einer Kneipe dringt sehnsuchtsvolle arabische Musik auf die verregnete Straße.

 

 

Und Emmi Kurowski traut sich: Sie betritt die Kneipe, will wissen, was die dort singen, wer die Menschen sind, die zu dieser Musik tanzen. Sie lernt El Hedi Ben SalemM'Barek Mohammed Mustafa kennen, den alle Ali nennen. Er ist 20 Jahre jünger als sie, kommt aus Marokko, arbeitet als Autoschrauber. Die vermeintlich Ungleichen tun sich in ihrer Einsamkeit zusammen, verlieben sich, heiraten. Allem Neid, den Anfeindungen und dem Unverständnis der Nachbarn, Arbeitskollegen und Verwandten zum Trotz. Emmi und Ali werden zu Kämpfern für die Liebe. Bis sie eine Pause brauchen und verreisen. Was wäre, wenn diese Reise 40 Jahre dauern würde? In welchem Deutschland würden Emmi und Ali heute landen? Mit welcher Strategie kann sich Emmi heute in ihrem Kampf behaupten? Und wer beäugt Alis muskulöse Oberarme heute wie?

 

Nach der Inszenierung von Schwimmen lernen – Ein Lovesong, welche gerade beim Radikal jung Festival 2014 zu Gast war, zeigt Regisseur Hakan Savaş Mican nun seine zweite Arbeit am Gorki. Der Film- und Theaterregisseur beschäftigt sich mit Fassbinders Werk, das vor 40 Jahren erschienen ist. In welchem Deutschland würden die beiden heute landen? Ein Abend mit Ruth Reinecke als Emmi, Taner Şahintürk als Ali und Klezmer-Punk-Singer-Songwriter Daniel Kahn, der die Musik für das Stück komponiert hat.

 

Hakan Savaş Mican studierte Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie. Ab 2008 schrieb und inszenierte er für das Ballhaus Naunynstraße zahlreiche Stücke, darunter Die Saison der Krabben, das 2013 bei den Hamburger Privattheatertagen als bestes zeitgenössisches Drama ausgezeichnet wurde. Am Staatstheater Mainz inszenierte er 2012 bereits Fassbinders Katzelmacher.

 

Regie Hakan Savaş Mican,

Bühne Sylvia Rieger,

Musik Daniel Kahn,

Kostüme Pieter Bax,

Dramaturgie Irina Szodruch

 

Mit Tamer Arslan / Mareike Beykirch / Anastasia Gubareva / Daniel Kahn / Sema Poyraz / Ruth Reinecke / Taner Şahintürk / Dimitrij Schaad / Aram Tafreshian / und Anderen

 

Weitere Vorstellungen: 7.6./ 11.6./ 19.6./ 1.7. jeweils 19.30 Uhr

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„Vástádus eana/The answer is land“ von Elle Sofe Sara im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Hoch im Norden Europas lebt das indigene Volk der Samen. Mit ihrer Lebensart beschäftigt sich Elle Sofe Sara in ihrem Stück „Vástádus eana/The answer is land“ jenseits folkloristischer Attitude. So…

Von: Dagmar Kurtz

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑