Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Anhaltisches Theater Dessau: "Die Räuber ", Schauspiel von Friedrich Schiller Anhaltisches Theater Dessau: "Die Räuber ", Schauspiel von Friedrich Schiller...Anhaltisches Theater...

Anhaltisches Theater Dessau: "Die Räuber ", Schauspiel von Friedrich Schiller

Premiere am 10. September 2021 um 19:30 Uhr im Großen Haus

Zwei Brüder, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, radikalisieren sich auf unterschiedliche Weise. Der eine, Franz, betrügt den Vater, bringt ihn mit Verrat um seine Macht und schreckt vor nichts zurück, um seinem Bruder die vermeintliche Bevorzugung heimzuzahlen. Der andere, Karl, vergnügt sich erst harmlos beim Studium und trachtet dann nach mehr.

 

Copyright: Claudia Heysel: Milan Peschel

Mit einer Räuberbande zieht er mordend und vergewaltigend durch das Land auf der Suche nach einer Grenze, die ihm weder sein Vater noch die Gesellschaft setzen können. Aus dem Hass der beiden ungleichen Brüder erwächst eine Spirale der Gewalt, die über den konkreten Familienkonflikt hinausweist.

„Die Räuber“ war das erste veröffentlichte Drama des jungen Schiller. Bereits die Uraufführung 1782 am Nationaltheater Mannheim geriet zu einem Skandal, wie ein Zeitgenosse beschreibt: „Das Theater glich einem Irrenhaus, rollende Augen, geballte Fäuste, heisere Aufschreie im Zuschauerraum. Fremde Menschen fielen einander schluchzend in die Arme, Frauen wankten, einer Ohnmacht nahe, zur Tür. Es war eine allgemeine Auflösung wie ein Chaos, aus dessen Nebeln eine neue Schöpfung hervorbricht“.

Tatsächlich beeindruckt Schillers Erstling noch heute. Der Text ist durchtränkt von der kraftvollen Sprache der Epoche des „Sturm und Drang“ und stellt jenseits eines thrillerhaften Plots die zeitlosen Fragen „Wer bin ich?“ und „Wer ist der Andere?“ – und: „Woher kommt der ganze Hass?“

Inszenierung: Milan Peschel |
Bühne und Kostüme: Nicole Timm
Musik: Stasys Musial |
Dramaturgie: Alexander Kohlmann

Mit: Roman Weltzien (Maximilian), Niklas Herzberg (Karl), Henning Hartmann (Franz),
Nicole Widera (Amalia), Christel Ortmann, Jonas Steglich (Sturm und Drang),
Sebastian Graf, Andreas Hammer, Stephan Korves, Boris Malré, Cara Maria Nagler (Räuber)

Termine: 10.09.21, 19:30 Uhr PREMIERE | 18.09.21, 17 Uhr | 10.10.21, 17 Uhr| 24.10.21, 17 Uhr im Großen Haus – weitere Termine werden unter www.anhaltisches-theater.de veröffentlicht.

Karten für sind an allen Vorverkaufsstellen des Anhaltischen Theaters, im Internet unter www.anhaltisches-theater.de und an der Abendkasse erhältlich.

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 10 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑