Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Antonio Bibalo, FRÄULEIN JULIE, Oper in einem Vorspiel und drei Akten, Oldenburgisches StaatstheaterAntonio Bibalo, FRÄULEIN JULIE, Oper in einem Vorspiel und drei Akten,...Antonio Bibalo, FRÄULEIN...

Antonio Bibalo, FRÄULEIN JULIE, Oper in einem Vorspiel und drei Akten, Oldenburgisches Staatstheater

Premiere 17. November um 20 Uhr im Kleinen Haus. -----

Julie ist selbstbewusst, schön und nicht bereit, sich in die Rolle der gehorsamen Ehefrau zu fügen. An Julies Anspruch, sich keinem Mann unterzuordnen, ist ihre Verlobung gescheitert – nun verbringt sie die Mittsommernacht auf dem Herrensitz ihres Vaters.

Sie verführt den Kammerdiener Jean unter den Augen seiner Verlobten, der Köchin Christine. Berauscht von der Mittsommernacht beginnen Julie und Jean eine Affäre, die zu einem gefährlichen Spiel mit den Hoffnungen und Erwartungen des anderen wird – und in einem erbitterten Kampf mit tödlichem Ausgang endet.

 

Fräulein Julie ist eines der bekanntesten Stücke des schwedischen Dramatikers August Strindberg. Mit Fräulein Julie erschuf er, in Form eines nur mit drei Personen besetzten Kammerspiels, eines der Schlüsselwerke des Naturalismus. Es zeigt, wie sich eine Liebesbeziehung unter dem Druck gesellschaftlicher Normvorstellungen von innen heraus aufreibt und wie die beiden Protagonisten an den Nichtvereinbarkeiten der individuellen Ansprüche scheitern.

 

In der Vertonung des Komponisten Antonio Bibalo eroberte es im Jahr 1975 auch die Opernbühne. Neun Jahre später revidierte Bibalo das Werk für eine reduzierte Besetzung von drei Darstellern und sechs Musikern und schuf eine Kammeroper, in der die Intensität und Dichte des Strindbergschen Naturalismus durch eine hochexpressive und zugleich intime Musik weiter zugespitzt wird.

 

Antonio Bibalo erschuf damit eine der bis heute meistgespielten Opern des 20. Jahrhunderts. In der 1984 revidierten, mit drei Darstellern und sechs Musikern – einem Streichquintett und einem Klavier – besetzten Version als Kammeroper wird William Robertson Fräulein Julie auf der Bühne des Kleines Hauses inszenieren. Robertson ist seit 2009.2010 als Regieassistent am Oldenburgischen Staatstheater engagiert und gibt mit der Produktion sein Oldenburger Regiedebüt.

 

Oper in einem Vorspiel und drei Akten (1975/ 1984)

nach dem gleichnamigen Schauspiel August Strindbergs (1888)

Libretto Antonio Bibalo

 

Musikalische Leitung: Johannes Stert;

Inszenierung: William Robertson

Bühne: Lisa Maline Busse;

Kostüme: Julia Harttung;

Dramaturgie: Sebastian Hanusa

Licht: Peter Scharneweber

 

Julie: Linda Sommerhage

Jean: Michael Pegher

Kristine: Ingela Onstad

 

Oldenburgisches Staatsorchester

 

Weitere Vorstellungen: Do 8., Fr 16., Mi 28. Dezember, Mi 4. Januar

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

„Vástádus eana/The answer is land“ von Elle Sofe Sara im Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Hoch im Norden Europas lebt das indigene Volk der Samen. Mit ihrer Lebensart beschäftigt sich Elle Sofe Sara in ihrem Stück „Vástádus eana/The answer is land“ jenseits folkloristischer Attitude. So…

Von: Dagmar Kurtz

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑