Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
»Argentina es afuera« in der Berliner Schaubühne Lehniner Platz»Argentina es afuera« in der Berliner Schaubühne Lehniner Platz»Argentina es afuera« in...

»Argentina es afuera« in der Berliner Schaubühne Lehniner Platz

Gastspiel der Gruppe »Crear Vale la Pena«

am 18. und 19. September, 20.00 h.

»Um das Unmögliche zu erreichen, braucht man nur etwas länger« ist das Motto, nach dem »Crear vale la pena« mit den Mitteln der Kunst für eine gerechte Gesellschaft kämpft.

In den benachteiligten Vororten von Buenos Aires betreibt CVLP eigene Kulturzentren, produziert mit Kindern und Jugendlichen und bildet sie aus. »Argentina es afuera« erzählt in Bildern von zerbrochenen Körpern, verletzten Seelen, einer zersplitterten Gesellschaft und stellt die Frage, ob sich eine Revolution aus unserer freudlosen Form des Zusammenlebens entwickeln kann. Vom Helden, der für sich alleine kämpft, und Individuen, die keinen Sinn im Leben finden. Wo bleibt da das Glück?

Können wir erkennen, dass Einheit dadurch entsteht, dass isolierte Einzelteile zusammen gefügt werden? Können wir akzeptieren dass unsere Helden unter der Last ihrer Ideale zusammenbrechen und dass die Stärke von unten kommen muss?

 

»Argentina es afuera« behauptet, dass die ArgentinierInnen glauben, Schönheit und Gerechtigkeit sei nur an einem anderen Ort, mit einer anderen Geschichte, mit anderen Mitmenschen möglich - in jedem Fall aber nicht in Argentinien.

 

Das Stück erzählt in Bildern von zerbrochenen Körpern, verletzten Seelen, einer zersplitterten Gesellschaft. Vom Held, der für sich alleine kämpft, und Individuen, die keinen Sinn im Leben finden. Sie kommen nur zusammen, um zu fliehen und vorher noch ihre Strafe zu empfangen. Sie geben sich geschlagen in der stillen Hoffnung, dass ihr Opfer mit Macht und Größe bezahlt wird.

 

 

Die Gruppe »Crear vale la Pena«

»Crear vale la pena« kämpft gegen die Hoffnungslosigkeit in den Slums von Buenos Aires. Mit außergewöhnlichen Mitteln setzt sich das Projekt für eine besser Lebensqualität in den benachteiligten Vororten der Metropole ein. »Crear vale la pena«, was so viel heißt wie Kreativsein lohnt sich, erarbeitet mit Kinder und Jugendlichen aus den Slums künstlerische Produktionen, bildet Jugendliche aus, in allen Belangen die mit der Arbeit auf und hinter der Bühne zusammen hängen, baut Kulturzentren auf, um eine gerechtere Gesellschaft mit mehr Chancengleicheit zu schaffen.

 

Die Organisation entstand vor 13 Jahren aus der Überzeugung heraus, dass Kunst ebenso wichtig zum Leben ist wie Essen, Trinken und Arbeit. Inés Sanguinetti, Gründerin und Präsidentin der Organisation, aber auch Tänzerin und Choreographin, gründete 1993 zusammen mit einer Handvoll junger Frauen aus dem Slum von La Cava das erste Gemeindezentrum, das sie Puertas al Arte (Türen zur Kunst) nannten. Dieses Zentrum wurde (wie alle anderen, die sich danach gründeten) von den Bewohnern des Viertels selbst verwaltet.

 

Hilfe zur Selbsthilfe ist ein zentrales Anliegen von »Crear vale la Pena«. Die Organisation hat inzwischen 3 Gemeinde-Kulturzentren, 800 Schüler und bietet anerkannte Ausbildungsgänge in den Bereichen Kunst, Bühnentechnik und Sozialarbeit an.

 

Mit den Kunstproduktionen werden Berührungspunkte zwischen der Gesellschaft und den gesellschaftlich Marginalisierten geschaffen. In Zusammenarbeit mit professionellen Künstlern wird moderner Tanz, Hip-Hop und Streetdance, Theater

, Musik und Comic erarbeitet. Es werden hohe Ansprüche an die Kreativität der jungen Künstler gestellt, deren Produktionen oftmals auf den eigenen Erlebnissen und Erfahrungen basieren.

 

Für mehr Informationen siehe auch www.kinderkulturkarawane.de

 

______________________________________________________________________

schaubuehne am lehniner platz

kurfuerstendamm 153

www.schaubuehne.de

¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 17 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑