HomeBeiträge
» Tyll « Nach dem Roman von Daniel Kehlmann im HESSISCHESN STAATSTHEATER WIESBADEN» Tyll « Nach dem Roman von Daniel Kehlmann im HESSISCHESN STAATSTHEATER...» Tyll « Nach dem Roman...

» Tyll « Nach dem Roman von Daniel Kehlmann im HESSISCHESN STAATSTHEATER WIESBADEN

Premiere am 31 . August 2019 um 19. 30 Uhr im Großen Haus

Till Eulenspiegel ist der deutsche Narr schlechthin. Wie kaum einer anderen Figur ist dem Till, der im 14. Jahrhundert sein entlarvendes Unwesen getrieben haben soll, ein zähes Nachleben beschieden: in Kinderbüchern, als Titelgeber für ein Satiremagazin, in Richard Strauss’ genialer sinfonischen Dichtung und als unentbehrlicher Gast der Mainzer Fastnacht. So wie der Bestseller-Autor Daniel Kehlmann hat ihn allerdings noch keiner angepackt: In seinem hinreißenden Roman »Tyll« lässt er den Gaukler und Spötter gänzlich ahistorisch durch den 30-jährigen Krieg streifen, dessen Welt selten so plastisch und lebenssatt dargestellt worden sein dürfte wie hier.

 

Plötzlich sehen sich so berühmte Gestalten wie der legendäre Winterkönig Friedrich, der Universalgelehrte Athanasius Kircher oder der Arzt und Dichter Paul Fleming mit den Eulenspiegeleien des rücksichtslosesten aller Spaßmacher konfrontiert. Das alles ist von großem Witz und noch tieferem Ernst: ein wildes Panoptikum, prall gefüllt mit großer Geschichte und kleinen Geschichten.

Der Regisseur Tilo Nest – dem Wiesbadener Publikum nicht zuletzt durch seine Kultinszenierung von »Shockheaded Peter« bekannt  – will »Tyll« als eine Art »raues Weihnachtsmärchen für Erwachsene« inszenieren. Mit einem Trupp spielwütiger Schauspieler begeben wir uns auf eine alle Sinne ansprechende Reise in den 30-jährigen Krieg, bei der nicht zuletzt auch die wunderbare polyphone Vokalmusik dieser Zeit einen wichtigen Platz einnehmen wird.

In einer Fassung von Tilo Nest und Hanno Friedrich

Regie Tilo Nest
Bühne Robert Schweer
Kostüme Anne Buffetrille, Mirjam Ruschka
Musik Vera Mohrs, Kostia Rapoport
Dramaturgie Wolfgang Behrens

Mit
Michael Birnbaum, Hanno Friedrich, Lina Habicht, Rainer Kühn, Linus Schütz, Paul Simon, Matze Vogel, Maria Wördemann

Die beiden nächsten Vorstellungstermine: 6. & 7. September 2019, jeweils um 19.30 Uhr

 

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Seelenlandschaften

Stockfinstere Nacht, das Meer mit hohen, sich türmenden Wellen, der Wind tost, Paare am Strand. Die „Sinfonia da Requiem“ op. 20 von Benjamin Britten setzt ein. Sie ist die musikalische Grundlage von…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Selbsterkundung

Zusammengekauert und regungslos verharren drei Frauen auf der Bühne. Drei Frauen mit runden Spiegeln, die das Gesicht verdecken, aber nichts widerspiegeln, nichts durchscheinen lassen. Sie erinnern an…

Von: Dagmar Kurtz

Geld regiert die Welt

Biblische Stoffe als Grundlage für eine Oper hatten es nicht nur um 1870 schwer, überhaupt aufgeführt zu werden, sondern scheinen auch heute das Publikum nicht allzu sehr zu reizen, wenn man die…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

 

Hintergrundbild der Seite
Top ↑