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ARSEN UND SPITZENHÄUBCHEN von Joseph Kesselring im Landestheater LinzARSEN UND SPITZENHÄUBCHEN von Joseph Kesselring im Landestheater LinzARSEN UND...

ARSEN UND SPITZENHÄUBCHEN von Joseph Kesselring im Landestheater Linz

Premiere Samstag, 14. Jänner 2012, 19.30 Uhr im Großen Haus. -----

Reizend, charmant und gastfreundlich – so beschreibt man die beiden älteren Damen Abby und Martha Brewster, die in der schon etwas heruntergekommenen Villa in Brooklyn direkt neben dem Friedhof leben.

Ihr Vater hatte hier schon sein medizinisches Laboratorium und gelegentlich finden sich noch Überreste dieser eigenwilligen Praxis im Haus. Aber heute ist es (scheinbar) ein Ort des Friedens und der Stille und Pastor Harper kommt gerne vorbei, wenn er bei Tee und Keksen verwöhnt wird.

Im Haus der Brewster-Sisters lebt auch ihr Neffe Teddy, der sich für den Präsidenten der Vereinigten Staaten hält und „seine“ Politik vom Dachboden bis in den Keller betreibt. Aus Wohltätigkeit und Nächstenliebe vermieten die beiden Damen des Hauses gern mal ein Zimmer an einsame, ältere Herren, um diese dann mit vergiftetem Holunderwein von ihrem Leben zu erlösen. Ihr Neffe Teddy, hilft ihnen dabei, indem er im Keller Gräber für die Herren aushebt. Aber außer den dreien weiß niemand von dem seltsamen Hobby der Damen.

 

Bis eines Tages Neffe Mortimer, ein Theaterkritiker, der kurz vor der Hochzeit mit der Pastorentochter Elaine steht, in einer Truhe eine Leiche entdeckt. Er ist entsetzt und versucht seine beiden Tanten zu retten, in dem er den Mord seinem verqueren Bruder Teddy in die Schuhe schieben möchte, alles unternimmt, um ihn zu entmündigen und in ein Sanatorium einzuweisen. Als dann auch noch Mortimers verhasster Bruder Jonathan, ein von der Polizei gesuchter Serienmörder, mit dem obskuren Dr. Einstein vor der Türe steht und im Haus der Tanten Unterschlupf sucht, häufen sich die Leichen und die Ereignisse überschlagen sich.

 

Joseph Kesselrings Kriminalkomödie hatte ihre Uraufführung 1941 in New York mit dem populären „Frankenstein“-Film-Monster Boris Karloff als Jonathan und war vier Jahre lang stets ausverkauft. 1944 verfilmte Frank Capra das Theaterstück, u. a. mit Cary Grant in der Rolle des Neffen Mortimer und Peter Lorre als Dr. Einstein. Der Film wurde ein Welterfolg und die Komödie ist bis heute ein Klassiker des Unterhaltungstheaters.

 

Inszenierung Bernadette Sonnenbichler

Bühnenbild Jens Burde

Kostüme Tanja Kramberger

Musik David Wagner

Dramaturgie Franz Huber

 

Besetzung

Abby Brewster Eva-Maria Aichner

Martha Brewster Sven-Christian Habich

Teddy Brewster Sebastian Hufschmidt

Mortimer Brewster Christian Manuel Oliveira

Jonathan Brewster Maximilian Laprell

Dr. Einstein Vasilij Sotke

Elaine Harper Nancy Fischer

Dr. Harper / Mr. Witherspoon Erich Josef Langwiesner

Brophy Markus Subramaniam

O’Hara Joachim Rathke

Leutnant Rooney Peter Pertusini

Der Mann am Klavier David Wagner

 

Weitere Termine 18., 20. und 27. Jänner 2012

 

 

 

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