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Auftragsarbeit, Uraufführung: MEDUSAS FLOSS nach Petra Maria Kraxner, Vorarlberger Landestheater Bregenz

PREMIERE: 15. JÄNNER 2016, 19.30 UHR, GROSSES HAUS. -----

Zwei sehr junge Männer in einem westafrikanischen Land, Solomon und Tayo. Sie träumen von einem besseren Leben in Europa. Die Flucht per Boot ist lebensgefährlich und viel zu teuer. Tayo, der Realist, will erst einmal sparen, um irgendwann die Schlepper bezahlen zu können. Solomon, der tollkühne Träumer, lässt sich durch Vernunftgründe nicht abschrecken.

Er sucht einen anderen Weg: als blinder Passagier versteckt er sich im Fahrwerkschacht eines Flugzeugs. Wie durch ein Wunder überlebt er den Flug nach Europa. Der Junge wird als Sensation gefeiert, dennoch muss er die langwierige Prozedur der Registrierung über sich ergehen lassen. Solomon gerät in ein besonderes Modell-Aufnahme-Lager, eines mit Therapieangeboten, Yoga und einer Malgruppe, die sich an „Medusas Floß“ ausprobiert. Die Maxime hier heißt Effizienz.

 

Solomon wird sich selbst zum Fremden, träumt von allem, was er zurückgelassen hat. Schließlich wird er abgeschoben. Er, der doch nur frei und unabhängig leben will, wird auch in Afrika zum Fremdling. Und so wagt er die wahnsinnige Reise noch einmal. Die berührende Geschichte des Jungen, der aus Sehnsucht nach Selbstverwirklichung für seinen Traum von einer besseren Welt sein Leben riskiert, basiert auf einer wahren Begebenheit.

 

Petra Maria Kraxner hat dieses Schicksal mit den dramatischen Ereignissen unserer Gegenwart verknüpft und so die Textgrundlage für diese Inszenierung bereitet.

 

PETRA MARIA KRAXNER | Autorin

geboren 1982 in Zams, aufgewachsen in Tobadill, lebt in Berlin. Sie studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaften, Anglistik und Amerikanistik an der Universität Wien sowie szenisches und lyrisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Ihre Theaterstücke wurden u.a. am Burgtheater Wien sowie beim Fringe Festival Prag und Edinburgh gespielt. Veröffentlichungen von Gedichten in Zeitschriften, Anthologien sowie auf Fotografien. Kraxner textet u.a. auch für die Neuen Medien. 2015 erhielt sie das große Literaturstipendium des Landes Tirol und im November desselben Jahres wurde ELEKTRA UND DER BÄR - Siegerstück des Stückewettbewerbs „ANTIKE.frauen.HEUTE“ im Freien Theater Innsbruck uraufgeführt.

 

ALICE ASPER | Regie wurde in Münster geboren und wuchs in Bielefeld auf. Nach längeren Auslandsaufenthalten u.a. in den USA studierte sie englische und deutsche Literatur in Bochum und Hamburg. Währenddessen diverse Assistenzen, dann fest am Staatstheater Nürnberg u.a. bei Stefan Otteni und auf der RuhrTriennale während der Intendanz Jürgen Flimm, bei Nicolai Sykosch und Philip Stölzl. Am Staatstheater Nürnberg machte sie auch erste Regiearbeiten u.a. BARTSCH-KINDERMÖRDER und DIE KOPIEN, wofür sie zwei Preise erhielt. Inszenierte u.a. HEIMWEH, POOL (NO WATER), BLACKBIRD, EFFIE BRIEST und JEDER STIRBT FÜR SICH ALLEIN u.a. in Bamberg, Nürnberg und Halle (Saale). MEDUSAS FLOSS ist Aspers erste Regiearbeit am Vorarlberger Landestheater.

 

Regie Alice Asper

Bühne und Kostüme Nora Brügel

Dramaturgie Dorothée Bauerle-Willert

Licht Arndt Rössler

Solomon Toks Körner

Tayo Markus Subramaniam

Schauspielerin 1 (Rohstoffhändlerin, Flughafenangestellte, Yogalehrerin, Familienmitglied u.a.) Kyra Lippler

Schauspielerin 2 (Videojournalistin, neuer freundlicher Automat, Familienmitglied u.a.) Laura Louisa Garde

Schauspieler 3 (Antragsteller, Familienmitglied u.a.) Boris Popovic

Schauspieler 4 (Familienmitglied, Schmaltz, Maler, freundlicher Automat u.a.) Marcus Widmann

 

WEITERE VORSTELLUNGEN: 21/01, 12/02, 16/02, 13/03, 19/03, 23/03, 19.30 Uhr, Grosses Haus STÜCKEINFÜHRUNGEN: 21/01, 16/02, 18.45 Uhr, Kleines Haus

 

KARTEN: +43 (0)5574 42870 600 ticket@landestheater.org www.landestheater.org

 

RAHMENPROGRAMM Im Rahmen der Uraufführung von MEDUSAS FLOSS bietet das Vorarlberger Landestheater unter dem Titel FLUCHT : PERSPEKTIVEN an vier Terminen Zusatzveranstaltungen bei freiem Eintritt an.

JEWEILS IM ANSCHLUSS AN DIE VORSTELLUNG IM T-CAFÉ:

 21/01 Nachgespräch mit Regisseurin Alice Asper und dem Ensemble

 12/02 Dokumentarfilm STÄRKER ALS DIE ANGST von Ulrike Westermann. Vorführung der dem Stück zugrunde liegenden Dokumentation. Aus Platzgründen wird um Anmeldung gebeten unter ticket@landestheater.org

 19/03 Lesung aus FLÜCHTLING@HOME von Livia Huber. Die Autorin wird anwesend sein.

IM VORARLBERG MUSEUM:

 15/03, 19.00 Uhr: NACH VORARLBERG GEFLOHEN. GESPRÄCHE ÜBER FLUCHT UND ASYL. Fünf persönliche Geschichten von Flucht und Ankommen.

 

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