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Ballettpremiere „Young Moves“ - Deutsche Oper am RheinBallettpremiere „Young Moves“ - Deutsche Oper am RheinBallettpremiere „Young...

Ballettpremiere „Young Moves“ - Deutsche Oper am Rhein

am Dienstag, 4. Juli 2017, um 19.30 Uhr im Opernhaus Düsseldorf. . -----

Mit Ideen experimentieren und eigene Kreationen auf die Bühne bringen: In der vergangenen Saison haben Martin Schläpfer und Remus Şucheană mit „Young Moves – Plattform Choreographie Ballett am Rhein“ ein neues Format geschaffen, das spontan Publikum und Presse begeistert hat. Es bietet dem choreographisch ambitionierten Nachwuchs in der Compagnie die Chance, eigene Uraufführungen zu entwickeln, mit ihren Kollegen umzusetzen und im Rahmen eines großen Opernhauses professionell umzusetzen.

 

Sechs Uraufführungen mit einer Aufführungsdauer von jeweils etwa 15 Minuten feiern am Dienstag, 4. Juli 2017, um 19.30 Uhr Premiere im Opernhaus Düsseldorf: Neben Wun Sze Chan, So-Yeon Kim, Michael Foster und Boris Randzio, die bereits in der vergangenen Spielzeit eigene Kreationen auf die Bühne gebracht haben, stellen sich erstmals Chidozie Nzerem und Sonny Locsin mit ihren choreographischen Ideen vor.

 

Wun Sze Chan: No Destination (Uraufführung)

„Woher kommt eine Choreographie? Wo liegt ihr Ursprung?“ Diesen Fragen stellt sich Wun Sze Chan und sucht in ihrem neuen Werk nach einer Antwort, indem sie die einzelnen „Zutaten“ eines Balletts einzeln betrachtet. „Wenn man genau hinschaut, wird klar, dass eine Choreographie mehr ist als die Summe der Elemente, aus denen sie zusammengesetzt ist.“ Ausgehend von einem einfachen Bewegungspattern will sie erforschen, wie sich dieses weiterentwickelt und aus einer zunächst statisch erscheinenden Figur etwas Lebendiges entstehen kann. Dabei steht für sie die Suche nach der Essenz von Tanz und die damit verbundene Freude am Tanzen an erster Stelle.

Choreographie Wun Sze Chan Live-Painting Walter Padao Kostüme Hélène Vergnes Licht Thomas Diek

 

Sonny Locsin: Fourmis (Uraufführung)

Mit diesem leichten und heiteren Ballett präsentiert sich erstmals der Tänzer Sonny Locsin als Choreograph beim Ballett am Rhein. Als Inspiration dient ihm die Ameise, dieses winzige Lebewesen, das trotz seiner geringen Größe in Gemeinschaft mit anderen, als Kolonie oder Armee, Großes bewegen und vollbringen kann. Sonny Locsin nutzt Ausschnitte aus dem Streichquartett Nr. 3 von Philip Glass mit stets kreisenden und sich wiederholenden Mustern, die so typisch für die Minimal Music sind, als musikalische Basis für diese Choreographie.

Choreographie Sonny Locsin Licht Thomas Diek

 

Boris Randzio: Andante Sostenuto (Uraufführung)

Das „Andante sostenuto“, der zweite Satz der Klaviersonate Nr. 21, eine der letzten Kompositionen Franz Schuberts, wählt Boris Randzio als musikalische Grundlage und Quelle seiner Bewegungsideen für seine neue Kreation mit dem Ballett am Rhein: „Obwohl in dieser Komposition sicherlich schon eine Todesahnung Schuberts mit eingeflossen ist, ist diese Musik für mich vor allem ein Schrei nach Leben“, so der junge Choreograph. Melodik, Dynamik und Rhythmik der linken und rechten Hand der Klavierstimme geben ihm Orientierung für seine Komposition der Bewegungen. In diesem Stück möchte er mit drei Paaren die Beziehung von Tanz und Musik ausloten und gleichzeitig das Verhältnis von Mann und Frau in Gemeinschaft mit anderen Paaren darstellen.

Choreographie Boris Randzio Kostüme Louise Flanagan Licht Thomas Diek

 

Chidozie Nzerem: Edge of Reason (Uraufführung)

Nach der Zusammenarbeit mit dem Schlagzeuger-Duo Kevin Anderwaldt und Raphael Sars im Rahmen von Hans van Manens „Two Gold Variations“ in der Spielzeit 2015/16 wählte Chidozie Nzerem Percussion-Musik der beiden Musiker für seine Urauführung „Edge of Reason“. Hier ist es eine Gruppe von Tänzern, die sich gegenseitig zu Höchstleistung drängen und das gemeinschaftliche Zusammenleben und Zusammenagieren erforschen. Ihre Lust und Leidenschaft für den Tanz und das Opfer, das sie bringen, um für die Kunst zu leben, die sie lieben, wird zum Thema. Damit schafft Chidozie Nzerem ein sehr reales und persönliches Portrait der Tänzerwelt.

Choreographie Chidozie Nzerem Licht Thomas Diek

 

So-Yeon Kim: 49 (Uraufführung)

49 Tage dauert die traditionelle Trauerzeit nach dem Tod eines geliebten Menschen in So-Yeon Kims koreanischer Heimat. Die Hinterbliebenen beten in dieser Zeit für den Verstorbenen und kommen zu feierlichen Zeremonien zusammen, um ihn in eine bessere Welt zu begleiten. In unserer heutigen schnelllebigen Zeit, in der die Auseinandersetzung mit dem Sterben mehr und mehr vermieden wird und der Tod keine große Konsequenz mehr im sozialen Umfeld zu haben scheint, möchte So-Yeon Kim zeigen, dass durch die bewusste Beschäftigung mit dem Tod, das Leben lebenswert wird. In ihrer Choreographie für sieben Tänzerinnen und sieben Tänzer zu Arvo Pärts „Lamentate“ thematisiert sie den Umgang mit Trauer und Abschied.

Choreographie So-Yeon Kim Kostüme Irene Vaqueiro Licht Thomas Diek

 

Michael Foster: East Coasting (Uraufführung)

In langen Abendkleidern und eleganten Anzügen treffen sich die Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne bei Jazz-Musik von Charles Mingus aus den 1950er Jahren wie zu einer abendlichen Cocktail-Party. Es lösen sich Einzelne aus der Gruppe heraus und kommen in den Vordergrund, um in verschiedenen Konstellationen Beziehungen zueinander aufzubauen. Das Erinnern und Gefühle, die mit der Vergangenheit zu tun haben wie Nostalgie, Sehnsucht, Verlust und Reue, macht Michael Foster zum Thema seiner Choreographie für zehn Tänzerinnen und Tänzer.

Choreographie Michael Foster Kostüme Hélène Vergnes Licht Thomas Diek

 

Vorstellungen im Opernhaus Düsseldorf: Di 04.07. 19.30 Uhr / So 09.07. 15.00 Uhr / Do 13.07. 19.30 Uhr

 

Karten und weitere Informationen sind erhältlich im Opernshop Düsseldorf 0211.89 25-211,

an der Theaterkasse Duisburg 0203.283 62 100 sowie über www.ballettamrhein.de

 

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