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BERLIN BERLIN - Das 5. Osterfestival der Kunsthochschulen 2012

am 7. und 8. April 2012 im Maxim Gorki Theater. -----

Zu Ostern gehören die Bühnen des MGT Berlin dem Nachwuchs: Ein Zusammenkommen für alle, die junges Theater sehen wollen, eine Möglichkeit für die teilnehmende Künstler, sich ohne Druck zu präsentieren und eine Chance für angehende Kunststudenten und andere Interessierte, sich einen Überblick über die Profile und Ausrichtungen der Hochschulen zu verschaffen.

 

 

Beteiligt sind Schulen aus Berlin, Gießen, Leipzig, Rostock, Potsdam, Ludwigsburg, Frankfurt am Main und München. Ein Wochenende für Schauspiel-, Film-, Video-, Musik-, Performance- und Puppenspielprojekte sowie für Austausch und Party.

 

Werkstatt Neue Stücke

 

am 4. und 5. April 2012 im Gorki Studio

Auch in diesem Jahr präsentiert das MGT Berlin im Vorfeld des Osterfestivals der Kunsthochschulen neue Stücke von Studierenden des Studiengangs Szenisches Schreiben der UdK Berlin.

 

Das Scheitern einer Aussteiger-Utopie, die Rückkehr zu den zerstörten Stätten der Kindheit, eine gruselig-komische Coming-of-Age-Geschichte: nur drei der Geschichten der jungen Autoren und Autorinnen. Regiestudierende der HfS Ernst Busch haben die Texte mit Schauspielstudierenden der UdK erarbeitet und stellen ihren Blick darauf vor.

 

Messer und Brot von Jakob Nolt

Regie: Magali Tosato, Jakob Roth, mit Jan Gerrit Brüggemann, Anton Weil, Naemi Simon

Lisa Hrdina ist Nicht Lisa Hrdina von Bonn Park

Regie: Hans Block, Moritz Riesewieck, mit Jan Breustedt, Zaida Karoline Horstmann, Lisa Hrdina

Mittwoch 4. April 2012, um 19.00 Uhr, Gorki Studio:

 

Bitten an Karl von Saskia Nitsche

Regie: Janet Stornowski, mit Jan Gerrit Brüggemann, Laura Jastram

Waldemar Wolf von Michel Decar

Regie: Korbinian Schmidt, mit Carolin Schupa, Pirmin Sedlmeir, Karla Sengteller, Anton Weil

Donnerstag 5. April 2012, um 19.00 Uhr, Gorki Studio:

 

5. Osterfestival der Kunsthochschulen

 

Samstag, 7. April 2012

 

Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig

Les jours tristes, les nuits tristes nach „Ganze Tage, ganze Nächte 1 + 2“ von Xavier Durringer

Großstadt. Fünf junge Menschen begegnen sich im Park, am Bahnhof, in einer Bar, im öffentlichen Raum. Sie fühlen sich unverstanden, einsam und von der Welt ausgekotzt. Die Kommunikation im alltäglichen Leben funktioniert schon längst nicht mehr, „denn Reden führt zu gar nichts“. Sie erzählen von Sehnsüchten, von der alltäglichen Suche, von häuslichen Szenen, von Verzweiflung und Träumen. Irgendwie scheint jeder mit jedem verbunden zu sein. Aber schnell stellt man fest, dass im Großstadtdschungel des Singlelebens sich selbst jeder der nächste ist. Tristesse im Leben, in der Liebe, im Herzen und dennoch die (Sehn-)Sucht nach Abwechslung.

Konzept/Idee/Ausstattung: Janine Henkel, Yves Hinrichs, Textfassung: Janine Henkel, Regie: Yves Hinrichs. Mit: Timo Hastenpflug, Jan Sabo, Guido Schickore, Katharina Schlothauer, Lena Sophie Vix

16 Uhr, Gorki Studio

 

Hochschule für Musik und Theater Rostock

Hysterikon nach Ingrid Lausund

Preisträger-Projekt des Wettbewerbes „HMT-Interdisziplinär 2012“

Hereinspaziert, hereinspaziert, Kassierer, Kasse, Supermarkt. Kaufen und gekauft werden. Die Preise stehen fest. Sie drängeln sich nicht vor! Sie können kriegen was sie wollen, aber wenn man im Zentrum der Wünsche steht kann man leicht ins trudeln geraten. Joghurt, Nutella, Wursträdchen, Wünsche, Träume... Moral ist nur für Menschen mit Moral und deswegen ein unsicheres System. Kommt ihnen das fremd vor? Das geht vorbei! Kommen sie, genießen sie, das Fließband des Glücks steht bereit, Endorphine, Spaß, Lachen. Und das Lachen kann so etwas Verbindendes haben. Und damit unterstützen sie ein Projekt für indische Straßenkinder. Oder afrikanische. Ist ja egal. Und jetzt – Party.

Konsum gehört zum Gesamtplan des modernen Lebens, so wie Sex, Religion oder Kultur. Nirgendwo wird das so überdeutlich wie in in Berlin, wo das Einkaufen rund um die Uhr möglich ist und du von allen Seiten mit Reklame konfrontiert bist. Es leuchtet und blinkt, die Stadt - der Supermarkt. Zeig mir den Inhalt deines Einkaufswagens und ich sag dir wer du bist. „Hysterikon“ wirft einen Blick in die Einkaufswägen der Menschen und erstellt ein Panaroma sorgfältig ausgesuchter Charaktere.

Von und mit: Anastasija Bräuniger, Katharina Leonore Goebel, Johannes Meißner, Hannes Schumacher

16:15 Uhr, Hinterbühne

 

Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin

alter ford escort dunkelblau von Dirk Laucke

Schorse, Boxer, Paul. Drei Männer sitzen in einer Platte in Berlin, dem einstigen Stolz der Stadt, warten und wissen nicht auf was. Irgendwie hat man sie vergessen, in der Mitte, zu der sie gern gehören würden. Also brechen die drei aus, lassen Zeitarbeit, Arbeitslosigkeit, die ganze Stadt hinter sich, fahren mit dem Ford auf die Autobahn, wollen Schorses Sohn eine Freude machen: LEGOLAND.

Einen Quadratmeter vergammelten Beton gegen einen Quadratzentimeter buntes Plastik. Aber hinter Legoland steht etwas anderes, etwas, das die drei Männer nicht formulieren können, das sie suchen und herbeisehnen, etwas dem sie einen Wert geben und das ihnen einen Wert gibt. Diese Suche kann nur eine gemeinsame und eine schmerzvolle sein. „Wer jetzt nicht geht, versumpft hier wie in Treibsand.“

Regie: Elsa Vortisch, Bühne und Kostüme: Romy Kießling, Musik: Klaas Hübner, Dramaturgie: Sabeth Braun. Mit: Patrick Bartsch, Lucie Heinze, Božidar Kocevski, Florian Steffens

18 Uhr, Gorki Studio

 

Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg

Hans & Grete – Ein Großstadtmärchen

 

Regie-Bachelorprojekt der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Kooperation mit der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

Hans und Grete leben in Berlin und haben alles, was sie brauchen. Sie haben erfolgreich studiert, leben am Prenzlauer Berg und bald wird es Zeit fürs Kinderkriegen. Ihnen liegt Berlin – die Welt – zu Füßen. Man eilt wechselweise von Party zu Party, von Termin zu Termin, von Seminar zu Seminar, von Partner zu Partner – das Gefühl, das Leben wirklich zu bewältigen oder auch nur in Zukunft bewältigen zu können, stellt sich aber nicht ein.

Wir, das Ensemble Hans & Grete, beschäftigen uns mit der Frage, wie wir Glück und Zufriedenheit zu finden glauben. Gemeinsam entwickeln wir performative Bilder aus der Märchenwelt, die von unseren Ängsten und Träumen erzählen.

Regie: Christina Schelhas, Bühne und Kostüme: Laura Rasmussen, Projektmentorin: Dr. Helga Utz, Dramaturgie: Amélie Tambour. Mit: Odine Johne, Hadi Khanjanpour, Nils Malten, Anne Weber, Violoncello: Johanna Weigmann, Gitarre und Schlagzeug: Emre Türker

18 Uhr, Hinterbühne

 

Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam

Durstige Vögel von Kristo Šagor

In der Großstadt rennen wir aneinander vorbei – in Eile, in Gedanken, manchmal passiert eine Begegnung mit der Hoffnung, dann mit der Wahrheit. Doch was ist was? Und wonach suchen wir?

Die Sehnsucht treibt Gundula zum Flughafen. Dort trifft sie auf den attraktiven Thomasz. Am Schokoautomaten steht plötzlich B. vor ihr und bedroht sie mit einem Messer. Nun taucht auch noch ihr Exfreund auf und mit ihm alle Rätsel... Ein wirres Spielen mit Gefühlen und Situationen beginnt. Immer mit dem Verlangen der Einsamkeit zu entfliehen.

Regie: Caroline Scholze. Mit: Michel Diercks, Jonathan Gyles, Maximilian Klas, Marius Lamprecht, Mateja Meded, Amy Mußul, Rick Okon

19:30 Uhr, Hinterbühne

 

Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin, Abteilung Puppenspiel

Vom Suchen und Finden

Heinrich von Kleists Bearbeitung des Kohlhaas Stoffes ist eine Metamorphose. Er verbindet in dieser Erzählung seine Erfahrungswelt, seine Lebenssituation, sein Verständnis von Ordnung mit der Geschichte eines Mannes, der verzweifelt versucht seinen Platz zu finden. Kohlhaas ist zeitgenössische Kritik im historischen Kontext und die Hommage an einen Dienstherren, den Kurfürsten zu Brandenburg, zugleich. Vom Suchen und Finden ist die Probe, diese komplexe Welt auf einer Bühne zu erschaffen. Ohne Kompromisse, ohne den Verlust von Details, die diese Geschichte so lebendig machen. Es ist der Versuch dem Kohlhaas zu Leibe zu rücken, seinen Fall, sein Scheitern zu begreifen und erfahrbar zu machen – Die Auseinandersetzung mit Kleists Kohlhaas und die Frage nach seiner Dimension ist ein physikalisches Experiment der Verzweiflung, stets mit dem Risiko selbst grandios dabei zu scheitern.

Von und mit: Richard Barborka, Tobias Eisenkrämer

19:45, Gorki Studio

 

Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen

Wären die weißen Gardinen nicht

Der Boden ist grün.

Es gibt ein System.

In das müssen sie hinein.

Sonst gibt es sie nicht.

Und das gibt es nicht.

Ein Stück über einen Apparat in dieser Stadt.

Text und Regie: Franz-Xaver Mayr. Mit: Gesa Luisa Bering als FRAU 1, Nele Stuhler als FRAU 2

20:45 Uhr, Gorki Studio

 

Hochschule für Musik und Theater Rostock

Genannt Gospodin von Philipp Löhle

„Den Kapitalismus an den Eiern packen.“ Keine leichte Aufgabe. Aber Gospodin hat einen Weg gefunden. „Mit beiden Händen, und mit einem Lama“. Jetzt hat Greenpeace ihm sein Lama weggenommen. Während Gospodin verzweifelt dafür kämpft, seine Lebensgrundlage zurück zu gewinnen, will seine Freundin Anette sich dazu nicht äußern. Sie sieht in ihrer Beziehung ganz andere Probleme, als ein höckerloses Kamel. Auch Gospodins Freunde tun sich schwer, seinen antikapitalistischen Lebensstil intellektuell nachzuvollziehen. Schließlich haben sie mit ihren eigenen Lebensentwürfen genug zu kämpfen – auf Occupy- und Anti Atom Demos, im BWL Hörsaal an der HU oder auf Neueröffnungen von Prenzelberger Kunstgalerien. Als eine ominöse Tasche voller Geld bei Gospodin deponiert wird, verschärfen sich die Fragestellungen allerdings rapide, und nicht nur Gospodin macht die Erfahrung, dass Ideologien selten sozialverträglich sind.

Von und mit: Anastasija Bräuniger, Katharina Leonore Goebel, Adrian Spielbauer

21 Uhr, Hinterbühne

 

Ab 21 Uhr Party in der Kantine!

 

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Sonntag, 8. April 2012

 

Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg

The Brunch Bunch

Regie-Bachelorprojekt der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Kooperation mit der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und der Filmakademie Baden-Württemberg

Wie konnte sich nur so etwas Absurdes wie das Leben in unsere Liebe einmischen? Wie konnten sie nur den aberwitzigen Versuch starten, eine Definition ihres Ichs zu finden? Nachsitzen, auf der Suche nach der Biografie. The Brunch Bunch, das Archiv der Biografen. Leute, die aussehen wie Phil Collins, aber nicht mit ihm verwechselt werden wollen. Weil sie ihr eigenes kreatives Leben verwalten. Eine Stadt, die ein Magnet für Kreative darstellt, sich selbst betitelt, sich labelt, die Stadt der Freiköpfe, der Aussteiger. Die Stadt der Individualisten, Individualität als Massenphänomen? Aufgewachsen im Prenzlauer Berg, teilweise überrannt von einem Milieu, in dem mangelnde Kreativität und Austauschbarkeit Angst produzieren. Angst vor dem Nicht-Innovativen, Angst vor dem Untergehen in der Masse. Angst, dass es die eigene Biografie schon gab und man mit seinem Leben nichts Neues erzählen kann.

Regie: Jan Koslowski, Bühne: Prisca Baumann, Kostüm: Nina Kroschinske, Kostümassistenz: Simon Schaber, Video: Hannah Dörr, Live-Cam: Yunus Roy Imer, Projektbetreuung: Julia Golembiowski, Alina Schäfer, Assistenz: Franczeska Gutsch. Mit: Sarah Gailer, Lisa Hrdina, Hadi Khanjanpour, Anne Kulbatzki, Nele Stuhler, Irina Sulaver, Dominik Weber

16 Uhr, Gorki Studio

 

Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin

K

 

K ist (laut Selbstanzeige seiner Besucher, nicht etwa eines Werbeprospekts, der längst überflüssig geworden ist) die „sensationelle Architektur des Konjunktivs", die alles in sich vereint, was an menschlichen Erfahrungen vorstellbar ist. So kann Berlin aka K in diesem objektiv richtigen Gedankenexperiment etwa zugleich als Wildgehege, Flüchtlingscamp, Kirmes, Puff und Bürgerkriegsschauplatz aufwarten. Grauen, Abscheu, Vergnügen und Lust sind hier austauschbar. Selbstverwirklichung, Beinahtoderfahrung oder Liebe werden in K nicht wie im „echten Leben“ zum Konsum „bereitgestellt“. Im Sinne eines Netzwerks werden Freude, Trauer, Wut und Angst vielmehr von den Besuchern Ks ständig selbst neu erzeugt, verkehrt und umgestylt. In dieser „schonungslosen, aber wahren“ Analyse der „Rummel" des jungen Berlins ist der Einzelne auf der Suche nach Emergenz zugleich Schöpfer und Nutzer eines Erlebnisparks, der jede menschliche Regung zu seinem totalen Programm erklärt. Die Entscheidung, wer Zugang zu den Attraktionen (so called) erhält, richtet sich im selbstgesteuerten K gerechterweise einzig nach der individuellen Produktivität.

Regie: Moritz Riesewieck, Choreographie: Magda Korsinsky, Bühne: Gabriele Vöhringer, Kostüme: Miriam Marto, Dramaturgie: Agnieszka Fietz, Musik: Simon Höher, Regieassistenz: Lukas Rosenhagen

Mit: Nico Ehl, Jerry Hoffmann, Moritz Kienemann, Johannes Hendrik Langer, Katharina Schröder, Katherina Sattler, Christophe Vetter

 

16:30 Uhr, Hinterbühne

 

Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam

Toll, dass Du nicht kommst

Sie liegen auf dem schönen Dielenfußboden einer Berliner Altbauwohnung. Das ist das wilde Leben! Aber, die Träume und das Glück befinden sich außerhalb der Stadt, als wäre es ihnen davongelaufen. Die Natur, die Heimat, die Berge, eine Wunschvorstellung – eine Utopie. Der Ausflug dorthin, leider immer verhindert. Vielleicht auch, weil man weiß, dass es nicht besser sein wird, dort. Das Leben erinnert an einen Videoabend, nur leider ist das Video kaputt und das Gras alle. Es entsteht, vermutlich aus Langeweile und Überdruss ein Machtkampf, der eines von ihnen, das Schwächste Glied der Gruppe aussondert und über Bord wirft. Der Tanz hat begonnen! „Und wer nicht tanzen will am Schluss, weiß noch nicht, dass er tanzen muss.“

Regie: Lydia Dykier, Bernadette Knoller

Mit: Eva Vuillemin Erdt, Oceana Kantorowicz, Anne-Sophie Kneer, Hannah Reber, Elisa Seiffert, Susanne Strach

17:45 Uhr, Gorki Studio

 

Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main

Die Frau und die Stadt von Gerlind Reinshagen

An einem ihrer letzten Berliner Tage besteigt Gertrud Kolmar im Morgengrauen die Siegessäule, um zu springen, um Schluss zu machen, selbstbestimmt, wenn auch nicht aus freien Stücken – bevor sie von der Fabrikarbeit weggeholt und ins Vernichtungslager transportiert wird. Im Aufstieg debattiert sie über Für und Wider mit sich selber: mit der „vernünftigen“ Gertrud ebenso wie mit der unbeugsamen, stolzen und der vom Schicksal gebeugten „krummen“ – die die besten Gedichte schrieb. Sie erinnert sich, sie ruft die Menschen ihres Lebens auf, und schließlich steigt sie wieder herunter. Sie hat beschlossen, durchzuhalten bis zum letzten Augenblick, und sei es nur, »um ein Dreck zu werden unter euren Stiefeln, Mörderbande, der euch noch tausend Jahr lang an den Sohlen kleben soll«.

Mit freundlicher Unterstützung des Suhrkamp Verlages.

Konzept, Raum und Regie: Tarik Goetzke. Mit: Oona Lea von Maydell

18:15 Uhr, Hinterbühne

 

Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen

ein schlagrahmsüsses idyll

Eine Kunst-is(s)t-Performance

was erzählt geschlagene sahne

wie klingen rote beeren

wer trinkt apfelsaft

wozu braucht man tortenguss

wohnt dr. oetker in berlin

und wann hast du hunger?

Es wird gekocht. Und manche bekommen auch etwas zu essen.

Von und mit: Fanny Frohnmeyer, Deborah Neininger

19:30 Uhr, Gorki Studio

 

Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin

Set thine house in order (for thou shalt die and not live)

Eine Collage mit Texten von Falk Richter, Anton Tschechow, Franz Kafka, Fernando Pessoa, etc.

goldundhiebe présente:

WELCOME HOME Ich weiß nicht, warum ich so froh gestimmt bin! Ich bin so glücklich als wenn ich auf dem Meer dahinsegelte: über mir dehnt sich der weite blaue Himmel, und große weiße Vögel schweben durch die Lüfte. Warum ist das nur so? Warum? Keine Ahnung! WELCOME HOME Da ist auch kein Meer, nur ein Häusermeer, zweitausend Einzimmerappartements die alle gleich aussehen, und wieder nichts in der Luft außer Angst. WELCOME HOME Keine Ahnung wie ich eigentlich hierhergekommen bin. WELCOME HOME Nichts erinnert mich an irgendwas hier, nichts: Das könnte überall sein. Bin ich denn wirklich schon seit zwei Wochen hier oder oder ... zwei Minuten, zwanzig Jahre? WELCOME HOME Und ich weiß ja nicht mal, ob das ein Ratschlag sein soll, oder ein Slogan, oder ein Titel.

Regie: Lucia Bihler, Bühne: Anna Bergemann, Kostüme: Josa Marx, Dramaturgie: Sven Popp, Animation: Konrad Gröbeler, Video: Linus Müllerschön , Assistenz: Ana Saraiva, Musik: Max Franks, Stephan Zunhammer

Personnage: Roland Bonjour, Lisa Heinrici, Christopher Heisler, Gina Henkel, Marcel Kohler, Vanessa Loibl, Hannah Müller, Antonia Tietze, Bence Toth

20 Uhr auf der Hinterbühne

 

Otto Falckenberg Schule München

Musst boxen von Caudius Lünstedt

Lünstedts aussichtsloser Held Sven macht rüber. Raus aus dem Osten, sucht er im Westen nach dem lebenswerten Leben. Dann fällt die Mauer und für Sven ändert sich nichts.

Regie und Ausstattung: Florian Fischer

Mit: Maximilian Engelhardt, Peter Fasching, Lea Sophie Salfeld

20:45 Uhr im Gorki Studio

 

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Rahmenprogramm im Foyer

 

Tandem

8 Menschen aus 8 Ländern in 8 Sprachen.

Berlin ist eine Metropole. Hier leben Menschen aus den unterschiedlichsten Nationen und Kulturen der Welt. Alle haben sie eine persönliche Geschichte und Ihre Sprache, die sie mit nach Berlin bringen. In der Installation Tadem können Sie diese Menschen, ihre Geschichte und ihre Sprache kennen lernen. Tauschen Sie sich aus! Lernen Sie sich kennen! Haben Sie Teil an einem Stück Berlin!

Idee und Einrichtung: Christian Mahlow. Einrichtung: Juliane Rettschlag, Mareike Wenzel

Am Samstag, 7. April, um 17 Uhr und 19:30 Uhr

Am Sonntag, 8. April, um 17 Uhr und 19:15 Uhr

 

 

 

 

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