Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Berliner Ensemble: Trauer um eine Ausnahmeschauspielerin - Ruth Glöss ist totBerliner Ensemble: Trauer um eine Ausnahmeschauspielerin - Ruth Glöss ist totBerliner Ensemble:...

Berliner Ensemble: Trauer um eine Ausnahmeschauspielerin - Ruth Glöss ist tot

Das BERLINER ENSEMBLE trauert um die wunderbare Schauspielerin und sein langjähriges Ensemblemitglied Ruth Glöss. Geboren am 2. August 1928 in Dresden, ist sie am Sonntag, den 7. Dezember im Alter von 86 Jahren in Berlin gestorben.

Den Kollegen und vielen Zuschauern ist Ruth Glöss bis heute als „Narr“ in Robert Wilsons Aufführung von SHAKESPEARES SONETTE vor Augen. Es war eine von vielen Wilson-Inszenierungen, in denen sie sich bis ins hohe Alter mit großem Charme und Witz in die Herzen der Zuschauer spielte.

 

Ruth Glöss nahm Schauspielunterricht in Dresden und begann ihre künstlerische Laufbahn als Kabarettistin, bevor sie als Schauspielerin am Theater Greiz, dem Staatstheater Cottbus, am Theater Gera, den Städtischen Bühnen Karl-Marx-Stadt und am Berliner Maxim-Gorki- Theater spielte. Von 1964 bis 1983 war Glöss Ensemblemitglied der Volksbühne Berlin.

 

Seit 1987 gehörte sie zum festen Ensemble des BE und spielte hier in nahezu 50 Rollen bei Regisseuren wie Manfred Wekwerth / Joachim Tenschert, Christoph Schroth, Alejandro Quintana, Einar Schleef, Heiner Müller, Stephan Suschke, Martin Wuttke, Karin Henkel und Peter Zadek.

 

Seit der Intendanz von Claus Peymann 1999 arbeiteten Regisseure wie Leander Haußmann, Peter Zadek, Thomas Langhoff, Jutta Ferbers, Philip Tiedemann und Claus Peymann besonders gern mit der außergewöhnlichen Schauspielerin. Robert Wilson besetzte sie in all seinen acht Inszenierungen am BE.

 

Mit ihrer zarten, kleinen Erscheinung und ihrer gescheiten, trockenen Weltsicht war sie eine der – in vielerlei Hinsicht – großen Persönlichkeiten des Ensembles.

 

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ich will was bewegen! Das Stadttheater Fürth zeigt mit dem Dreifach-Monolog „Niemand wartet auf dich“ von Lot Vekemans, dass Theater relevant und nahbar ist.

Einer Schauspielerin mal in die Seele und über den Schminktisch schauen – wäre das nicht schön? Auch das ist ja eine Möglichkeit, die im Fachsprech „vierte Wand“ genannte Distanz zwischen Bühnenrampe…

Von: Stephan Knies

Gescheiterte Utopie - "La Clemenza di Tito" von Wolfgang Amadeus Mozart in der Deutschen Oper am Rhein

Lässt sich ein Staat nur mit Milde und Gnade regieren? Das klingt reichlich utopisch, und in der Inszenierung von "La Clemenza di Tito" in der Deutschen Oper am Rhein stellt Michael Schulz das auch in…

Von: Dagmar Kurtz

Gefühl in Tönen - Familienkonzert „Beethovens Donnerwetter“ im Konzerthaus Heidenheim

Nach einer Tour durch elf Schulen im Landkreis Heidenheim fand das Projekt „Beethovens Donnerwetter“ mit dem Familienkonzert im dortigen Konzerthaus seinen krönenden Abschluss. Die Produktion der…

Von: Silke von Fürich

Im Weihnachtswunderland - "Der Nussknacker" von Demis Volpi und weiteren Choreograph*innen in der deutschen Oper am Rhein

Heiliger Abend in einer großbürgerlichen Familie: Kinder spielen in einem Zimmer Gummitwist. Hinter der Tür zum Wohnzimmer tut sich was. Durch die Milchglasscheibe sieht man, wie ein Weihnachtsbaum…

Von: Dagmar Kurtz

Ausbruch mit Jacke - Gelungener Saisonstart im Theater Pfütze in Nürnberg mit Christina Gegenbauers Dramatisierung „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“

Wenn es während der Vorstellung unwichtig wird, für welche Zielgruppe eine Theaterproduktion gemacht wurde, ist das immer ein gutes Zeichen. Mit „Ich bin Vincent und ich habe keine Angst“ nach dem…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑