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BERLINER ENSEMBLE: Vergessene und verbotene Theaterstücke der DDR 2: KAP DER UNRUHE von Alfred Matusche

Lesung am Mittwoch, 27. Februar, um 19.30 Uhr im Gartenhaus. -----

Alfred Matusche (8.Oktober 1909 – 31.Juli 1973) war und ist ein „Geheimtipp, ein Außenseiter des DDR – Theaters.

Obwohl Bertolt Brecht erklärte, bei ihm „ist jede Zeile wahr, die er schreibt“, trotz der Förderung durch Wolfgang Langhoff und Heinar Kipphardt und obwohl Heiner Müller und Peter Hacks sich für ihn einsetzten, hatten Matusches Stücke es schwer. Sie galten als heikel, fanden aber immer mal wieder ihren Weg auf Bühne, sei es auch in der tiefsten Provinz. Wurden sie gespielt, verschwanden sie meist schnell wieder. Seine unangepasste Art trug auch nicht dazu bei, ihn besonders zu stützen. Der gelernte Schlosser und „betende Kommunist“, wie er sich verstand, bestand auf sein individuelles Boheme-Leben, das nicht in die sozialistische Norm passte.

 

In KAP DER UNRUHE, seinem vielleicht besten Stück, spiegeln sich die Probleme beim Aufbau der jungen DDR in den Individuen wider. Matusche formuliert einen Widerspruch zwischen Zweckmäßigkeit und Schönheit beim Aufbau der Städte. Eine Baubrigade bringt das um ihre Existenz.

 

 

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