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Dantons Tod - Drama von Georg Büchner

Die Revolution als Jahrmarktereignis

Theater Mülheim an der Ruhr am Di 21.02.06 um 19.30 h

und Mi 22.02.06 um 19.30 h im Theater Winterthur am Stadtgarten

In der Hochzeit der Schreckensherrschaft verkam die französische Revolution mehr und mehr zu einem Massenspektakel. Die Hinrichtungen waren Anlass, Fensterplätze zu vermieten, Gebäck und Alkohol fanden bei den Zuschauern reissenden Absatz. Die Idee der Freiheit war zu einem brachialen Machtkampf verkommen, deren Protagonisten Danton und Robespierre waren.

Georg Büchner (1813-1837) beschreibt Danton und Robespierre in seinem Drama "Dantons Tod" schon im Zustand der Erschöpfung, als Akteure eines gewaltigen Fests, dessen Hauptattraktion die Guillotine war. Der Schrecken war für diese erste Massengesellschaft der unbekannte Reiz, das öffentliche Sterben wurde zum Jahrmarktereignis. Der Traum von einer gerechteren Welt war ausgeträumt, Danton und Robespierre wurden zu Ohnmächtigen, die den Strom der Zerstörung nicht mehr aufhalten konnten. Erst wenn sich die Massen satt gesehen haben am Tod, bricht eine neue Zeit der ökonomisierten Lebenswelten an.

 

"Dantons Tod" ist Georg Büchners erstes Bühnenstück und wurde 1835 als einziges zu seinen Lebzeiten gedruckt. Die Uraufführung fand 1902 in Berlin statt.

 

 

Inszenierung: Roberto Ciulli Dramaturgie: Helmut Schäfer

Bühne: Gralf-Edzard Habben Kostüme: Leo Kulaş

Musik: Gerd Posny Regiemitarbeit: Thomas Goergen

 

Mit: Volker Roos(Georg Danton), Fabio Menéndez (Camille Desmoulins), Albert Bork (Lacroix), Klaus Herzog (Robespierre), Petra von der Beek (Julie, Dantons Gattin), Simone Thoma (Lucile, Gattin des Camille Desmoulins), Rosmarie Brücher (Marion), Peter Schröder (St. Just), Steffen Reuber (1. Herr), Gaspar Ochoa-Ruiz (2. Herr), Rubin Gerull (3. Herr), Dorothee Lindner (Weib)

 

Preise: 15.- bis 45.-

 

Vorverkauf an der Theaterkasse Tel. 052 267 66 80 oder www.theater-winterthur.ch

 

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