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"Das Ding" von Philipp Löhle, Deutsches Theater Berlin

Premiere 17. November 2011, 20.30 Uhr, Box. -----

Auf höchst komische und rasante Weise beschreibt Philipp Löhle in seinem aktuellen Stück die Mechanismen unserer globalisierten, technisierten und flüchtigen Welt.

Er überträgt die scheinbar unendliche globale Vernetzung des Welthandels auf die Menschheit und auf seine Figuren und steigert sie bis ins Groteske. Ohne es zu beabsichtigen, ändern so die Figuren des Stücks durch kleinste Bewegungen die Welt und bringen dadurch nicht nur ihr eigenes Leben in Turbulenzen.

 

Philipp Löhle über sein Stück: "Als ich letztes Jahr in Argentinien einem Bauern gegenüberstand, dem von Sojabaronen auf halblegalem Weg die Anbaufläche entwendet wurde, sah ich eine direkte Verbindung von seiner kargen Hütte zu dem Schnitzel auf meinem Teller im Prenzlauer Berg. Das bestätigt das alte Bild, vom armen Bauern als winziges Zahnrädchen im riesigen Getriebe. Aber darin liegt auch eine große Hoffnung, denn wenn das so ist, heißt das in seiner Umkehrung, dass die Macht dieses kleinen Bauern weltweit ist, weil einem riesigen Getriebe aus vielen Zahnrädern auch etwas fehlt, wenn das kleinste Rädchen fehlt. Anders gesagt, je komplexer das System, um so anfälliger seine Konstruktion. Wenn wirklich alles zusammenhängt, bedingt sich auch alles und das heißt, jedes Ereignis ist als das Ende einer Kette von Ereignissen bis ins letzte Detail erklär- und veränderbar, was wiederum heißt, es gibt keinen Zufall mehr!"

 

Philipp Löhle schaffte mit seinem Stück 'Genannt Gospodin' 2007 seinen Durchbruch als Dramatiker. Zahlreiche Stücke von ihm wurden seither uraufgeführt und sind u.a. in Berlin, Bochum, Hamburg, Mainz und München zu sehen. Mit 'Lilly Link oder Schwere Zeiten für die Rev…' war er zu den Autorentheatertagen im Thalia Theater Hamburg eingeladen und gewann den Jurypreis des Heidelberger Stückemarktes. Philipp Löhle gehört zu den vielversprechenden Nachwuchsdramatikern Deutschlands.

 

Es spielen Studierende der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" mit Mitgliedern des DT-Ensembles. Regie führt Daniela Löffner, die mit ihrer Inszenierung von Anne Nathers 'Im Wald ist man nicht verabredet' zu den ersten Autorentheatertagen Berlin eingeladen war.

 

Kooperation mit der Hochschule für Schauspielkunst 'Ernst Busch'

 

Regie Daniela Löffner

Bühne Kristel Bergmann

Kostüme Sabine Thoss

Dramaturgie Ulrich Beck

 

Besetzung

Aram Tafreshian, Christoph Franken, Olivia Gräser, Iris Becher, Kilian Ponert, Moritz Peschke, Pascal Houdus

 

Termine

26. November 2011, 20.30 Uhr,

27. November 2011, 20.30 Uhr,

04. Dezember 2011, 20.00 Uhr,

08. Dezember 2011, 20.00 Uhr,

09. Dezember 2011, 20.00 Uhr,

17. Dezember 2011, 19.00 Uhr,

03. Januar 2012, 20.30 Uhr,

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