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"Das Ende vom Anfang" von Sean O’Casey im Düsseldorfer Schaupielhaus

Premiere Sonntag, 1. Juni 2014, 18 Uhr, Großes Haus. -----

Der Einakter des irischen Autors Sean O’Casey ist eine höchst amüsante Befragung der Geschlechterrollen (und verursachte damit bei der Uraufführung 1937 in Dublin einen Skandal) und eine brillante Vorlage für Erzkomödianten, die es innerhalb kürzester Zeit schaffen, die Ordnung der Dinge auf den Kopf zu stellen.

„Hättest du nur halb soviel zu tun wie ich, am Ende vom Abend könnte man dich tot aus den Trümmern ziehen", sagt Lizzie Berrill zu ihrem Mann Darry, als er sich beschwert, dass sie nicht genug Zeit für ihn habe. Das bisschen Haushalt sei doch ein harmloser Job, verglichen mit seiner harten Arbeit auf dem Feld, meint Darry und bietet seiner Frau vollmundig – und wie sich herausstellen wird, höchst fahrlässig – einen Rollentausch an.

 

Ohne zu zögern nimmt Lizzie an, überlässt ihm Schürze und Hausarbeit und macht sich draußen ans Mähen der Wiese. Darry gönnt sich erst einmal Erholungsgymnastik zu leichter Musik, bis ihm das Schicksal seinen besten Freund Barry als Helfer an die Seite stellt; Barry - obwohl äußerst kurzsichtig – geht die ihm zugeteilten Aufgaben in Küche und im Stall in aller Konsequenz an. Was dann passiert, sprengt die Grenzen der Vorstellungskraft. Zu den fatalen Folgen des wohl komödiantischsten Aufgabentauschs der Theatergeschichte gehört nicht nur, dass Lizzie Recht behalten wird, sondern nach getaner Arbeit auch noch einen Kriegsschauplatz vorfindet.

 

Das Ende vom Anfang wird inszeniert vom langjährigen Ensemblemitglied Michael Abendroth.

 

Aus dem Englischen von Maik Hamburger und Adolf Dresen

 

Regie: Michael Abendroth

 

Bühne und Kostüme: Paul Lerchbaumer

Mit Wolf Aniol, Marianne Hoika, Winfried Küppers

 

 

 

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