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Das Staatstheater Braunschweig im September 2009

Für Jugendliche ab 15 Jahren zeigt das Junge Staatstheater in Haus III »Muxmäuschenstill« von Nico Rabenald. Eine bittere Satire über Selbstjustiz, Denunziation und Fanatismus, in der Straftaten aller Art von einer selbst ernannten »Gesellschaft für Gemeinsinnspflege« verfolgt werden. »Muxmäuschenstill« nach dem Drehbuch von Jan Hendrik Stahlberg ist ab 17.9. zu sehen.

Die zweite Premiere, für Jugendliche ab 13 Jahren, ist auch und vielleicht sogar ganz besonders ein Stück für Eltern: »Der Junge, der unsichtbar wurde« von Michael Ramløse erzählt die Geschichte von Peter, der aus der Schule heimkehrt und feststellen muss, dass seine Eltern ihn plötzlich übersehen. Er empfindet es so, als sei er unsichtbar geworden. Premiere ist am 26.9. in U 22 (Kleines Haus).

 

1. "Muxmäuschenstill" von Nico Rabenald

nach dem Drehbuch von Jan Hendrik Stahlberg

Premiere: am 17. September 09, 19:00 Uhr in Haus III

(Hinter der Magnikirche 6a)

 

Herr Mux ist Idealist, und er ist Pragmatiker. In seinen Augen läuft vieles falsch, da der Einzelne in der Gesellschaft für sein Handeln keine Verantwortung übernehmen will und sich so in rechtlicher und moralischer Hinsicht ins Unrecht setzt. Er gründet eine »Gesellschaft für Gemeinsinnspflege«, die Straftaten aller Art verfolgt: von Schwarzfahren, Tempolimit-Überschreitung, Kaufhausdiebstahl bis zu häuslicher Gewalt. Neben einigen freien Mitarbeitern, sogenannten Informanden, wird Mux dabei von Gerd unterstützt, einem Langzeitarbeitslosen, dem er eine Chance geben möchte. Gemeinsam stellen sie die Täter und dokumentieren gewissenhaft deren Verbrechen. Um die Rückfallquote zu verringern, wird von jedem Täter eine Entschädigungsgebühr kassiert und ihm außerdem noch eine dem jeweiligen Delikt entsprechende Erziehungsmaßnahme auferlegt.

 

Das Unternehmen wächst stetig und Mux ist zufrieden. Sein Glück scheint perfekt, als er Kira kennen lernt – ein junges Mädchen, das sich vor allem amüsieren will, und das in seinen Augen dringend seines Schutzes bedarf. Als immer deutlicher wird, dass die junge Hospitantin keinen Wert auf seine Hilfe legt, kommt es schließlich zur Katastrophe.

 

»Muxmäuschenstill« ist ein Stück über Selbstjustiz, Denunziation und Fanatismus – aber auch über das tragische Scheitern eines Menschen, der mit allen Mitteln für eine bessere Welt kämpfen möchte.

 

Björn Jacobsen spielt die Rolle des Selbstjustiz ausübenden Herrn Mux. Alissa Snagowski ist als junge Hospitantin Kira zu sehen.

 

Des Weiteren wirken mit: Michael Baderschneider (Gerd) sowie Susanne Maierhöfer und Sebastian Ganzert.

 

Inszenierung: Joerg Bitterich – Bühne und Kostüme: Anne Heine

 

Weitere Vorstellungen: 22., 25. u. 30. September, jeweils 19:00 Uhr

 

 

2. "Der Junge, der unsichtbar wurde" von Michael Ramløse

aus dem Dänischen von Volker Quandt

Premiere: am 26. September 09, 19:00 Uhr in U 22 (Kleines Haus, Magnitorwall 18)

 

Das Stück erzählt die Geschichte von Peter, der eines Tages aus der Schule heimkehrt und bemerkt, dass er von seinen Eltern im wahrsten Sinne des Wortes übersehen wird, genau so als sei er für sie unsichtbar geworden. Er versucht auf sich aufmerksam zu machen, ohne Erfolg. Für die Eltern steht fest: Mit Peter stimmt irgend etwas nicht, er ist nicht normal. Sie melden ihn sogar bei der Polizei als vermisst.

 

Die Situation wird für Peter immer unerklärlicher. Als das Schulfest vor der Tür steht, reift in ihm ein verzweifelter Plan. Er will etwas tun, damit ihn keiner mehr übersieht.

 

Es wirken mit: Sebastian Ganzert (Peter), Susanne Maierhöfer (Mutter / Maria) und Sven Brormann (Vater / Polizist / Arzt / Tobias / Direktor)

 

Inszenierung: Katja Blaszkiewitz – Bühne und Kostüme: Kathrin Hauer

 

www.staatstheater-braunschweig.de.

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