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Das Theater im Werftpark in Kiel, Sommertheater: "Ich bin etwas schief ins Leben gebaut"

Premiere 11. Juli 2008, 21 Uhr, Fischmarkthalle am Seefischmarkt, Gebäude Nr.5, Kiel Wellingdorf, Vorstellungen bis 3.8.2008

Leben und Sterben des Joachim Ringelnatz, dargestellt von der "Fliegenden Hilfs-Minen-Such-Division"

 

Im Frühsommer 1915 sitzt der 31-jährige Minenbootsmaat Hans Bötticher, der damals noch nicht Joachim Ringelnatz heißt, in der Festungsanlage Friedrichsort bei Kiel und langweilt sich schier zu Tode.

 

Beseelt von einer merkwürdigen Sehnsucht nach Krieg und Heldenruhm, schreibt er am 20. Juni 1915 einen Brief an Kaiser Wilhelm II. mit der flehenden Bitte um „gnädige Abkommandierung zur Front“, auf dass er endlich „Gelegenheit erhalte, zu Wasser oder Lande am unmittelbaren Kampfe teilzunehmen“. Sein Wunsch bleibt unerfüllt.

 

Ausgehend von Ringelnatz' Friedrichsorter Episode werden in einer lockeren Szenenfolge mit zahlreichen Originaltexten des zu Lebzeiten weitgehend verkannten Satirikers die prägenden Stationen dieser rastlosen Künstlerbiografie beleuchtet, von den kabarettistischen Anfängen im Münchner „Simplicissimus“ bis zum Tod im Jahre 1934.

 

Hermann Hesse schrieb über seinen Kollegen: „Er wollte einem satten und vergnügungsgierigen Publikum zwar Spaß machen, aber auch bittre Pillen zu schlucken geben. Ich habe ihn im Alltag und nüchtern nicht gekannt, ich kannte ihn nur im Zustand halber Trunkenheit, etwas starr blickend wie ein Seiltänzer auf hohem Turnseil, der todernst im bunten Kostüm über der bezauberten Menge seinen einsamen und lebensgefährlichen Weg schreitet:“

 

TERMINE:

 

Sa | 12. Juli | 21 Uhr

So | 13. Juli | 20 Uhr

 

Fr | 18 Juli | 21 Uhr

Sa | 19. Juli | 21 Uhr

So | 20. Juli | 20 Uhr

 

Fr | 25. Juli | 21 Uhr

Sa | 26. Juli | 21 Uhr

So | 27. Juli | 20 Uhr

 

Fr | 1. August | 21 Uhr

Sa | 2. August| 21 Uhr

So | 3. August | 20 Uhr

 

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