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DAS TREIBHAUS NACH DEM ROMAN VON WOLFGANG KOEPPEN, Theater Bonn

Premiere: Mittwoch, 15. Oktober 2008, 20 Uhr, Werkstatt

 

2009 wird die Bundesrepublik Deutschland sechzig Jahre alt. In Bonn erblickte das Geburtstagskind das Licht der Welt – ein guter Grund, um sich in einem Theaterprojekt mit den vergangenen 60 Jahren deutscher Geschichte – und noch ein bisschen mehr – auseinander zu setzen.

 

Die Premiere von Wolfgangs Koeppens DAS TREIBHAUS am 15. Oktober bildet den Auftakt der Reihe 60 JAHRE IN 6 WOCHEN, die dann zwischen dem 18. Oktober und dem 22. November jeden Samstagabend einen anderen Fokus auf Augenfälliges aus dem Leben der Jubilarin legt: Eine Kooperation von THEATER BONN und fringe ensemble.

 

DAS TREIBHAUS: Es sind die fünfziger Jahre und ein Land versucht sich an einer neuen Identität. Ein Land, das einen Weltkrieg verursacht und das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte begangen hat. Ein geteiltes Land. Das Land heißt Bundesrepublik Deutschland und das Treibhaus ist Bonn, eine kleine Stadt in Deutschland. Von hier aus muss sich die Nation neu definieren. Wie auch ihre Politiker. Einer von ihnen ist der Abgeordnete Keetenheuve, der mit einer doppelten Schuld lebt. Dass er früh geflohen ist, die Zeit des Schreckens vergleichsweise sicher im Ausland verbracht hat; und dass er die junge Elke, seine verstörte Frau, allein ließ, um sich der Politik der Wiederaufbauzeit zu widmen. Elke ist tot, gestorben an zu viel Alkohol, Drogen, Einsamkeit. Und die Politik und ihre Moral? Keetenheuve, der überzeugte Pazifist, kämpft gegen die Wiederbewaffnung. Er scheitert und findet sich auf der Kennedybrücke wieder.

 

Regie führt Frank Heuel, der zuletzt GENERATION P und GESCHICHTEN, GETÜRKT – EINE EXPEDITION (im Rahmen der Biennale Bonn: Bosporus 2008) für THEATER BONN inszenierte.

 

Inszenierung Frank Heuel

Bühne und Kostüme Annika Ley

Musik Matthias Höhn

Mit Bettina Marugg, Maria Munkert, Tanja von Oertzen; Matthias Höhn, Stefan Preiss, Harald Redmer

 

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