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"Der Auftrag" von Heiner Müller im schauspielfrankfurt

Premiere am 15. Februar, 20.15 Uhr, schmidtstrasse 12.

 

Drei Abgesandte des französischen Konvents werden 1799 nach Jamaika geschickt, um einen Aufstand gegen die britischen Kolonialherren zu entfesseln. Während ihrer Mission gelangt Napoleon Bonaparte an die Macht und erklärt die Revolution für beendet.

 

 

Die drei Emissäre stehen plötzlich ohne Auftrag da. Die einen wollen weiterkämpfen, einer nur noch genießen. Wohin nun mit dem aufklärerischen Bewußtsein, wohin mit der Utopie? Wofür kämpfen, wenn die Kampfmoral nicht mehr auf der Gewißheit beruht, daß man im Dienste des gesetzmäßigen Fortschritts handelt, wenn man im Augenblick des Genießens vom Engel der Verzweiflung heimgesucht wird? Zentral ist die Frage nach dem Auftrag: Wie handle ich unter sich ständig verändernden Umständen?! Ist Handeln unter dieser Voraussetzung notwendig und möglich und wenn, welche Konsequenzen hätte es? Heiner Müller legt nahe: Trotz des sicheren Todes, trotz der Gewißheit des Scheiterns ist eine „Blume der Hoffnung“ besser, als ohne Auftrag in den Genuß zu fliehen. Verständlich nur aus dem Heute, für das es einen Auftrag gibt, der wiederum Utopie ist, die schon immer da war und in Zukunft kommen wird.


Regie: Martin Nimz / Dramaturgie: Jan Hein / Raum: Joep van Lieshout / Kostüme: Helke Hasse / Darsteller: Roland Bayer, Wolfgang Gorks, Andreas Haase, Ruth Marie Kröger, Abak Safaei-Rad

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