Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
DER BARBIER VON SEVILLA von Gioachino Rossini - Wuppertaler BühnenDER BARBIER VON SEVILLA von Gioachino Rossini - Wuppertaler BühnenDER BARBIER VON SEVILLA...

DER BARBIER VON SEVILLA von Gioachino Rossini - Wuppertaler Bühnen

Premiere 6. Juni 2012, 19:30 Uhr im THEATER UND KONZERTHAUS SOLINGEN. -----

Der alte Doktor Bartolo plant, sein Mündel Rosina zu heiraten, um sich ihr Vermögen anzueignen, und hält sie

wie eine Gefangene in seinem Haus. Dennoch gelingt es dem jungen Grafen Almaviva, Rosina auf sich aufmerksam zu machen.

Um ihr nahe sein zu können, bedient er sich Figaros Rat: der schlaue Barbier hilft – gegen kleine finanzielle Zuwendungen – gerne in jeder Situation und hat außerdem Zugang zu Bartolos Haus. Tatsächlich kommt es zu einer Begegnung zwischen Almaviva und Rosina, allerdings nur in der Distanz zwischen Balkon und Straße. Aus einem Briefchen erfährt Almaviva, dass Rosina der Tyrannei des lästigen Alten entkommen möchte. Um ihr nahe zu sein, schleicht sich Almaviva auf Figaros Rat als betrunkener Soldat und als Musiklehrer getarnt in ihr Haus. Unter dem Inkognito Lindoro gestehen er und Rosina sich ihre Liebe.

 

Doch so schnell lässt sich Bartolo nicht übertölpeln, und so muss Figaro wieder nachhelfen. Mit seiner Hilfe wird das Mädchen entführt, doch Bartolo bekommt Wind davon und holt den Notar. Ein virtuoses Intrigenspiel nimmt seinen Lauf, gekrönt von einem heftigen Gewitter, und Figaro muss rasch handeln, um das richtige Paar zusammenzuführen …

 

Die Uraufführung 1816 war ein katastrophaler Misserfolg. Die Anhänger von Rossinis Konkurrenten Paesiello

schlugen Krach. Eine falsch gestimmte Gitarre gab Anlass zum Randalieren. Als ein Sänger der Länge nach

hinfiel, brüllte das ganze Haus vor Lachen. Und mitten im ersten Finale spazierte plötzlich eine Katze über die Bühne. Dann aber stellte sich rasch der Erfolg des Stückes auf den Opernbühnen der Welt ein. Heute gilt sie als Inbegriff von Witz, Drive und Elan. Hector Berlioz vermutete während seiner Italienreise gar, in den Kirchen würden Gottesdienste mit Musik aus dem Barbier gewürzt. Mit einzigartiger Brillanz, Ausdrucksvielfalt und Komik zeichnet Rossini seine Protagonisten. Sein melodiöser Erfindungsreichtum und die Kunstfertigkeit, mit der er in großen Ensembleszenen seine Personen durcheinanderwirbelt, erstaunen und begeistern noch heute.

 

Mit seinem langjährigen Produktionsteam, dem Bühnenbildner Moritz Nitsche und der Kostümbildnerin Judith

Fischer gelang Opernintendant Johannes Weigand mit seiner Inszenierung bereits 2003 ein großer Erfolg beim Wuppertaler Publikum. Ein schlichtes und sehr wandelbares Bühnenbild, eine virtuos eingesetzte Farbenvielfalt und fantasievolle Kostüme mit vielen liebevollen Details bilden den Rahmen für eine unterhaltsame Commedia dell’arte-Handlung in ihrer großen Fülle komischer Szenen. Nach neun Jahren diese virtuose und spritzige Oper zuerst in Solingen und Remscheid, in der Spielzeit 2012/2013 dann auch in Wuppertal erneut zu sehen.

 

in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

 

Musikalische Leitung: Florian Frannek

Inszenierung: Johannes Weigand

Bühne: Moritz Nitsche

Kostüme: Judith Fischer

Choreinstudierung: Jens Bingert

Dramaturgie: Ulrike Olbrich

Mit: Christian Sturm (Graf Almaviva), Dariusz Machej (Doktor Bartolo), Elena Fink (Rosina), Thomas Laske /

Miljan Milović (Figaro), Martin Js. Ohu (Basilio), Joslyn Rechter (Berta), Javier Zapata Vera (Fiorillo), Hak-

Young Lee (Ein Offizier)

Opernchor und Statisterie der Wuppertaler Bühnen //// Bergische Symphoniker (in Solingen und Remscheid),

Sinfonieorchester Wuppertal (im Opernhaus Wuppertal)

 

Premiere im OPERNHAUS WUPPERTAL am Samstag, 20. Oktober 2012, 19:30 Uhr

 

Die nächste Vorstellung in Solingen ist am 9.06.2012, 19:30 Uhr

Die nächste Vorstellung im Teo Otto Theater Remscheid am 16.06.2012, 19:30 Uhr

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 17 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Ein stilles Solo

Ein Wesen in silbern schimmerndem, folienartigem Gewand, der ganze Körper von Kopf bis Fuß verhüllt, bewegt sich aus dem Dunkel auf die Bühne. Es herrscht Stille und das Wesen erkundet langsam, fast…

Von: Dagmar Kurtz

"A First Date, Episode 1" in der Deutschen Oper am Rhein

Ein bisschen aufregend ist es schon: das erste Date. Vorfreude und Unsicherheit mischen sich mit unspezifischen Erwartungen. Wird es gut ablaufen? Folgen Erleichterung oder Enttäuschung?  

Von: Dagmar Kurtz

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑