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"Der Fremde" nach dem Roman von Albert Camus in einer Fassung von Jette Steckel und Katrin Sadlowski im Thalia Theater Hamburg

Premiere 28.Oktober 2011 im Thalia in der Gaußstraße. -----

Der deutlich autobiografische Held der Erzählung ist ein Antiheld – passiv und indifferent. Ein Ja-Sager, der der Welt gleichgültig gegenüber steht, weil in ihr alles gleich zu gelten scheint.

Den Tod der Mutter im Altersheim, die Affäre mit einer Kollegin – alles kann man ertragen, sogar schön finden – auch absichtslos (?) einen Mord zu begehen, bringt einen nicht unbedingt aus der Fassung, schafft allerdings Unruhe und Unannehmlichkeiten, die den Zeitfluss durcheinander bringen. Aber was wäre der Mensch, wenn er sich nicht auch mit seinen Verbrechen arrangieren könnte und sogar mit der zu erwartenden Todesstrafe, die am Ende doch jeden erwartet, sei er nun schuldig oder unschuldig?

 

Jette Steckel bringt Albert Camus’ „Der Fremde“ auf die Bühne, das Schlüsselwerk der Philosophie des Absurden. Auch 70 Jahre nach seiner Entstehung hat dieses Werk nichts von seiner beunruhigenden Kraft verloren.

 

„Ein Zeichen sind wir, deutungslos, schmerzlos sind wir und haben fast die Sprache in der Fremde verloren.“ Friedrich Hölderlin

 

Regie

Jette Steckel

Bühne

Florian Lösche

Kostüme

Pauline Hüners

Musik

Mark Badur

Dramaturgie

Carl Hegemann

 

Darsteller

Julian Greis

Franziska Hartmann

Mirco Kreibich

Daniel Lommatzsch

 

 

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