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"Der goldene Hahn" in der komischen oper Berlin

Ein reines Märchen in drei Akten Nikolai A. Rimski-Korsakow

Text von Wladimir I. Belski, Deutsche Nachdichtung von Reinhold Andert und Werner Hintze

Premiere So | 28.05.2006 | 19:00 Uhr

Schwer hat er es, der gute alte Zar Dodon! Er würde so gern nur noch in der Sonne liegen, die Augen vor allen Problemen verschließen und schlafen.

Diesen paradiesischen Zustand scheint ihm ein goldener Hahn zu garantieren, den ihm ein Astrologe bringt. Das Wundertier wird immer dann krähen, wenn dem Land Gefahr droht. So kann sich Dodon in Ruhe seiner Lieblingsbeschäftigung hingeben. Aber da ist die Verführung in Gestalt einer orientalischen Prinzessin, die alles durcheinanderzubringen droht …

 

Rimski-Korsakows letzte Oper basiert auf einem satirischen Märchenpoem von Alexander S. Puschkin. Der ätzende Spott, den der Komponist in seinem Werk über die Machthaber und ihre inkompetenten Berater ausgießt, hatte zur Folge, dass er selbst sein Werk nie auf der Bühne sehen konnte. Erst nach seinem Tode kam eine entstellte und zur folkloristischen Ausstattungsoper domestizierte Version auf die Bühne. Aber der Witz von Wladimir I. Belskis Libretto und die in frappierender Farbenpracht schillernde Musik des Oberhaupts der russischen nationalen Schule haben die Angriffe überdauert und dem Werk bis heute Lebensfähigkeit und Aktualität gesichert.

 

Eine wunderbare Parabel über die zeitlose Dreifaltigkeit von Dummheit, Faulheit und Eitelkeit.

 

Musikalische Leitung... Michail Jurowski

Inszenierung... Andreas Homoki

Bühnenbild... Hartmut Meyer

Kostüme... Mechthild Seipel

Lichtdesign... Franck Evin

Zar Dodon... Carsten Sabrowski

Prinz Gwidon... Thomas Ebenstein

Prinz Afron... Nanco de Vries

General Polkan... James Creswell

Amelfa... Diane Pilcher

Der Astrologe... Jochen Kowalski

Die Königin von Schemacha... Valentina Farcas

Der goldene Hahn... Valentina Farcas

 

Weitere Aufführungen

14. Mai

03. | 09. | 11. | 24. Juni

08. | 19. Juli

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