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DER KIRSCHGARTEN von Anton Tschechow im THEATER BONN

Premiere am 1. Juni 2012, 19.30 Uhr, Kammerspiele. -----

Tschechows letztes Stück erzählt von komisch scheiternden, ewig um sich selbst kreisenden Verdrängungskünstlern, die vor dem Ende stehen. Aber trotz des drohenden Untergangs sind sie nicht bereit, ihren verschwenderischen, kindlichen Umgang mit Zeit, Geld und Leben aufzugeben.

 

Eine kalte Frühlingsnacht. Auf dem russischen Landgut haben die Kirschbäume zu blühen begonnen. Ein Anblick von großer Schönheit. Für die Gutsbesitzerin Ranjewskaja bedeutet ihr Kirschgarten – wie ein herrlicher Traum – die Erinnerung an das verlorene Paradies ihrer Kindheit. Gerade ist sie zurückgekehrt, aus Paris, wo sie einige Jahre verbracht hat, ausgenützt und betrogen von einem Liebhaber. Sie hat deutlich über ihre Verhältnisse gelebt. Jetzt ist sie pleite und das Gut hoch verschuldet.

 

Der geschäftstüchtige Kaufmann Lopachin hätte einen Plan zur Rettung: Man könnte den Kirschgarten abholzen und das Land für Ferienhäuser verpachten. Doch es kommt für die Ranjewskaja gar nicht in Frage, den geliebten Garten, das Signum des Schönen, wirtschaftlicher Effizienz und Rentabilität zu opfern. Lieber feiert sie mit den anderen Bewohnern des Gutes rauschende Feste oder führt tiefsinnige Gespräche. Tschechows letztes Stück erzählt von komisch scheiternden, ewig um sich selbst kreisenden Verdrängungskünstlern, die vor dem Ende stehen. Aber trotz des drohenden Untergangs sind sie nicht bereit, ihren verschwenderischen, kindlichen Umgang mit Zeit, Geld und Leben aufzugeben.

 

Anton Pawlowitsch Tschechow war Arzt und einer der wichtigsten russischen Autoren des 19. Jahrhunderts. 1860 in Taganrog geboren, starb er 1904 in Badenweiler an den Folgen einer langjährigen Tuberkulose. Er schrieb im Laufe seines Lebens Hunderte von Erzählungen, Feuilletons und Humoresken, im Verhältnis dazu nur wenige Theaterstücke, die in die Weltliteratur eingegangen sind.

 

Am THEATER BONN kommt mit Tschechows DER KIRSCHGARTEN in der Inszenierung von Generalintendant Klaus Weise die letzte Premiere der Saison zur Premiere.

 

Inszenierung: Klaus Weise

Ausstattung: Dorothea Wimmer

Licht: Thomas Roscher

Dramaturgie: Christopher Hanf

 

Ranewskaja: Katharina von Bock

Anja, ihre Tochter: Lisa Guth

Warja, ihre Stieftochter: Louisa Stroux

Gajew, ihre Bruder: Bernd Braun

Lopachin, Kaufmann: Ralf Drexler

Trofimow, Student: Konstantin Lindhorst

Pischtschik, Gutsbesitzer: Stefan Preiss

Charlotta, Gouvernante: Maria Munkert

Epichodow, Kontorist: Arne Lenk

Dunjascha, Dienstmädchen: Anastasia Gubareva

Firs: Tanja von Oertzen

Jascha, junger Diener: Birger Frehse

 

Weitere Vorstellungen am 10., 17., 20., 23., 30. Juni und 6. Juli 2012

 

 

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