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"Der Prozess" nach Franz Kafka, Fassung von Alexander Artemov und Dimitrij Yushkov im Düsseldorfer Schauspielhaus

Premiere 15. September 2012, 19.30 Uhr. -----

Kafkas weltberühmt gewor- dene Geschichte vom Prozess gegen den ersten Prokuristen Josef K. ist Fragment geblieben. In immer wieder neuen Anordnungen sind die in seinem Nachlass überlieferten und eigentlich zur Vernichtung vorgesehenen Hefte veröffentlicht worden.

Hochvergnügt ließ der begnadete Vorleser Franz Kafka seine Freunde erschaudern, wenn er neue Kapitel aus seinem Romanentwurf Der Prozess vortrug. Was andere entsetzte, amüsierte ihn teilweise so sehr, dass sich seine Heiterkeit in Überschwänglichkeit steigerte. Eine Eigenschaft, die man an Kafka sonst vermisste. Seine weltberühmt gewordene Geschichte vom Prozess gegen den ersten Prokuristen Josef K. ist Fragment geblieben. In immer wieder neuen Anordnungen sind die in seinem Nachlass überlieferten und eigentlich zur Vernichtung vorgesehenen Hefte veröffentlicht worden. Der russische Regisseur Andrej Mogutschi spürt der Verwicklung des Romanhelden Josef K. in Widersprüche um Fragen der Schuld und der Unschuld ebenso nach wie den ganz persönlichen Lebenslinien Kafkas. Die Untersuchung seiner Briefe und sogenannter amtlicher Schriften aus Kafkas Berufsalltag betreibt auch er als einen Prozess.

 

Andrej Mogutschi, geboren 1961 in Leningrad (St. Petersburg), ist einer der innovativsten Theaterregisseure Russlands. Von der experimentellen Arbeit mit seiner eigenen Truppe, als Formalny Teatr 1989 gegründet, über Oper, Neuen Zirkus, Massenspektakel bis hin zu Arbeiten an großen Schauspielhäusern Russlands, setzt er Klassiker und zeitgenössische Stücke formenreich in Szene. Die FAZ beschrieb ihn als «visionären Poeten». Wichtige Stationen sind seine Straßenperformance von Orlando Furioso in St. Petersburg, die international viel gezeigte und ausgezeichnete Inszenierung von Sascha Sokolows Schule der Dummen sowie eine Boris Godunow Operninszenierung im Hof des Kremlpalastes. Seit 2004 ist er Hausregisseur am Alexandra-Theater in St. Petersburg. Er erhielt mehrmals Die Goldene Maske, den wichtigsten russischen nationalen Theaterpreis. Im Jahr 2011 wurde er mit dem Europäischen Preis für Neue Theaterrealität geehrt. Andrej Mogutschi spürt der Verwicklung des Romanhelden Josef K. in Widersprüche um Fragen der Schuld und der Un-

schuld ebenso nach wie den ganz persönlichen Lebenslinien Kafkas. Die Untersuchung seiner Briefe und sogenannter amtlicher Schriften aus Kafkas Berufsalltag betreibt auch er als einen Prozess.

 

Mit

Carl Alm

Jonas Anders

Markus Danzeisen

Christian Ehrich

Betty Freudenberg

Claudia Hübbecker

Bettina Kerl

Moritz Löwe

Dirk Ossig

Taner Sahintürk

Pierre Siegenthaler

Sven Walser

Patrizia Wapinska

 

Regie

Andrej Mogutschi

 

Bühne

Maria Tregubova

 

Kostüme

Maria Tregubova

Alexej Tregubov

 

Video

Konstantin Shchepanovski

 

Musik

Alexander Manotskov

Oleg Karavajtschuk

 

Dramaturgie

Stefan Schmidtke

 

16. September, 19.30 Uhr

17. September, 19.30 Uhr

21. September, 19.30 Uhr

22. September, 19.30 Uhr

30. September, 18.00 Uhr

3. Oktober, 19.30 Uhr

23. Oktober, 19.30 Uhr

24. Oktober, 19.30 Uhr

25. Oktober, 19.30 Uhr

27. Oktober, 19.30 Uhr

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