Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
DER REVISOR von Nicolai Gogol im Mainfranken Theater WürzburgDER REVISOR von Nicolai Gogol im Mainfranken Theater WürzburgDER REVISOR von Nicolai...

DER REVISOR von Nicolai Gogol im Mainfranken Theater Würzburg

Premiere So, 20.09.15 | 19.30 Uhr | Großes Haus. -----

Das zu den besten Komödien der Weltliteratur zählende Drama wurde 1836 mit großem Erfolg in St. Petersburg uraufgeführt. Die Gesellschaftssatire gibt die Habgier, Bestechlichkeit und Autoritätsgläubigkeit der Eliten der Lächerlichkeit preis.

Für einen Stadthauptmann in der russischen Provinz wird ein Albtraum wahr. Aus sicherer Quelle erfährt er, dass ein Revisor auf dem Weg in die Stadt ist, inkognito und mit geheimen Instruktionen. Er soll den Sumpf aus Vetternwirtschaft und Korruption in der Stadt austrocknen.

 

Als ein fremder Mann namens Chlestakow im Gasthof der Stadt absteigt, wird er mit dem Revisor verwechselt. Anfangs noch zögerlich, geht er zunehmend in der ihm zugewiesenen Rolle auf. Er erzählt den Honoratioren der Stadt, was sie hören möchten, macht leere Versprechungen – und hält überall die Hand auf. Als der Hochstapler schließlich auffliegt, erscheint der echte Revisor und befiehlt unverzüglich zum Rapport.

 

Nikolai Gogol setzt auf eine altbewährte komische Konfiguration: Diejenigen, die immer betrügen, sind zum Schluss die Betrogenen. Bei der Entstehung des Stoffs griff er auf eine Anekdote Alexander Puschkins zurück. Der russische Dichter berichtete, einmal selbst für einen inkognito reisenden staatlichen Revisor gehalten worden zu sein.

 

Das Thema Korruption ist damals wie heute aktuell: Nach Schätzung der Weltbank werden jedes Jahr weltweit im internationalen Geschäftsverkehr etwa 70 Milliarden Euro in Bestechungen investiert. Infolge der Globalisierung von Wirtschaft und Politik sowie der Öffnung der wirtschaftlichen Grenzen auf dem Gebiet der EU können weltweite Korruptionspraktiken nicht ohne Rückwirkungen auf den deutschen Markt bleiben.

 

Grund genug für das Mainfranken Theater Würzburg, sich des Themas in der aktuellen Spielzeit anzunehmen, die mit dem Motto ANGSTFREI überschrieben ist.

 

Inszenierung Stephan Suschke

Bühne Momme Röhrbein

Kostüme Angelika Rieck

Dramaturgie Roland Marzinowski

 

Mit Petra Hartung, Alexander Hetterle, Heiner Junghans, Theresa Palfi, Daniel Ratthei, Timo Ben Schöfer, Georg Zeies

 

Weitere Termine

15.00 Uhr: 18.10. | 22.11.

19.30 Uhr: 27.09. | 07.10. | 09.10. | 11.10. | 14.10. | 16.10. | 20.10. | 25.10. | 28.10. | 07.11. | 14.11. | 19.11. | 18.12. | 26.12. | 03.01. | 09.01.

 

Weitere Informationen: www.theaterwuerzburg.de. Theaterkasse: Tel. (0931) 3908-124 | karten@theaterwuerzburg.de.

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 11 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑