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Deutsches Theater Berlin: "Persona" von Ingmar Bergman

Berlin-Premiere 30. November 2018, 20.00, Kammerspiele

1965 lag der schwedische Regisseur Ingmar Bergman mit Lungenentzündung im Krankenhaus. Im Krankenzimmer entwarf er das Drehbuch für seinen experimentellen Spielfilm Persona. Später sagte er, Teile des Films entsprächen einem "Gedicht über seine persönliche Situation". "Ausgebrannt, wie tot", habe er sich gefühlt, gedacht, er könne nie wieder etwas erschaffen. Im Drehbuch wird der Krankenschwester Alma die Pflege für die gefeierte Filmschauspielerin Elisabeth Vogler übertragen.

 

Copyright: Emmalisa Pauly

Diese hatte nach einer Vorstellung von Elektra aufgehört zu sprechen. In einem Haus am Meer verbringen die zwei ungleichen Frauen einen vorerst unbeschwerten Sommer. Alma spricht. Elisabeth hört zu. Als Alma einen Brief findet, in dem sich Elisabeth über sie lustig macht, kippt die Situation. Tatsächlich geht es in Persona um mehr als nur Depression oder Erschöpfung. Vielmehr gründet der Kern des Stoffes auf einer tiefgehenden Skepsis an der Konstruktion der Identität des Menschen.

Beide Frauen im Stück stellen diese Fragen gleichermaßen und verschmelzen darin miteinander. In Anna Bergmanns Inszenierung spiegelt sich dieser Gedanke auf besondere Art: Die zwei Darstellerinnen werden im Laufe der Koproduktion Malmö – Berlin die Rollen tauschen: spricht zuerst die eine, übernimmt die andere ihre Rolle, wenn Land und Theater gewechselt werden.

in der Übersetzung von Renate Bleibtreu

Regie Anna Bergmann
Bühne Jo Schramm
Kostüme Lane Schäfer
Musik Hannes Gwisdek
Licht Sven Erik Andersson
Video Sebastian Pircher
Dramaturgie Sonja Anders, Felicia Ohly

Karin Lithman
   Frau Elisabeth Vogler
Corinna Harfouch
   Schwester Alma
Franziska Machens
   Ärztin
Andreas Grötzinger
   Herr Vogler

Koproduktion mit dem Malmö Stadsteater

 

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