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Deutschsprachige Erstaufführung: "Landnahme" im Theater Krefeld

Ein Stück von Harry Newman

Premiere am 13. Oktober 2006, 20 Uhr, Krefeld, Fabrik Heeder, Studiobühne I.

Clarence und Persephone leben ein hartes, aber glückliches Leben. Sie bewirtschaften ihr Stück Land, das seit Generationen im Familienbesitz ist.

Nun erwartet das junge Paar sein erstes Kind, doch die Vorfreude auf das Familienglück erfährt ein jähes Ende, als David, Vertreter einer „höheren Zivilisation“, vor ihrer Tür steht: Begleitet von bewaffneten Soldaten erklärt er Clarence und Persephone, dass er im Auftrag der Regierung komme, um der Bevölkerung Fortschritt und Wohlstand zu bringen. David gibt sich diplomatisch und äußerst redegewandt – und quartiert sich mitsamt seinen Untergebenen im Haus des jungen Paares ein. Schon bald wird klar, dass die Besatzer gekommen sind, um für immer zu bleiben...

 

Mit „Landnahme“ hat der amerikanische Dramatiker Harry Newman eine eindringli-che, ortlose Parabel über Besatzung, Unterdrückung und Revolution geschrieben: Ohne sich konkret auf einen der weltweit zahllosen Krisenherde zu beziehen, erzählt Newman von der „Kolonialisierung der Seele“ und den emotionalen wie auch psycho-logischen Folgen von Menschenrechtsverletzungen im Zuge einer „Landnahme“.

 

Die Inszenierung liegt in den Händen von Andreas Ingenhaag. Für Bühne und Kos-tüme zeichnet Katrin Horn verantwortlich.

 

Es spielen: Julia Nehmiz (Persephone); Carsten Andörfer, Ralf Beckord (Clarence), Robert Brandt (David), Stefan Diekmann, Alexander Weichbrodt.

 

 

Karten für die Premiere und alle Folgevorstellungen sind an der Theaterkasse, Tel.: 02151/805-125, erhältlich.

 

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