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Deutschsprachige Erstaufführung: "Waisen" von Dennis Kelly, Theater Basel

Premiere am 22. Oktober 2010, 20.00 Uhr — Schauspielhaus

 

Die Wohnung von Helen und Danny. Ein Candlelight-Dinner, das eben unterbrochen wurde. Helen und Danny elegant angezogen. Liam ist gerade hereingekommen und steht da. Er ist voller Blut. Pause. Sie starren ihn an.

Eine lange Zeit. – So beginnt das neue Stück von Dennis Kelly, dem (fast schon) Hausautor des Basler Theaters, gerade nach der erfolgreichen Inszenierung von «Taking Care of Baby» in der vorletzten Spielzeit.

 

Nun der Einstieg direkt in einen Krimi: Liams blutverschmiertes Hemd ist der Auftakt zu einer abenteuerlichen und im Laufe des Abends immer unglaublicheren Geschichte. Er habe einem Mann helfen wollen, der mit einem Messer attackiert worden sei. Doch nach und nach ergeben sich Zweifel an seiner Darstellung der Geschichte. Aus einer einfachen Geschichte wird ein Drama unter Geschwistern, wird schliesslich ein packender Suspense-Thriller.

 

Dennis Kelly wollte mit «Waisen» ein Stück schreiben «über das, was jetzt und hier geschieht». Und genau darin scheint die eigentliche Sogkraft seiner neuen Story zu liegen: gekonnt mit den Erwartungshaltungen des Zuschauers zu spielen, aber darüber hinaus vor allem ein Stück zu schreiben, das mehr über uns und unsere Gegenwart erzählt als jede aktuelle Studie.

 

In der Übersetzung von John Birke

 

Regie: Elias Perrig

Bühne und Kostüme: Wolf Gutjahr

Musik: Biber Gullatz

Dramaturgie: Martin Wigger

 

Mit: Katka Kurze, Florian Müller-Morungen, Peter Schröder

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